Stausäcke zur Ladungssicherung richtig einsetzen
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Aktualisiert am: 07.10.2026
Fachtexte von
Ladungssicherungs-Profis
Kurz erklärt
Was sind Stausäcke? Stausäcke – auch Staupolster oder Dunnage Bags genannt – sind aufblasbare Zwischenraumelemente zur formschlüssigen Ladungssicherung. Je nach Ausführung bestehen sie aus einer Außenhülle aus Polypropylen-Gewebe (PP) oder Kraftpapier und einem luftdichten Innenbeutel. Sie werden mit Luft befüllt und stabilisieren die Ladung durch Flächenkontakt und Druckverteilung.
Wirkung und Ziel: Stausäcke füllen Hohlräume aus und stützen Ladeeinheiten gegeneinander oder gegen geeignete Begrenzungen des Laderaums ab. Sie können Bewegungen in Längs- und Querrichtung begrenzen und das Verschieben, Kippen oder Anschlagen der Ladung beim Beschleunigen, Bremsen und in Kurven verhindern. Voraussetzung ist ein für die konkrete Verladung geeignetes Sicherungskonzept.
Vorteile
- Schnelle und einfache Hohlraumfüllung
- Flächige Druckverteilung zum Schutz geeigneter Güter und Verpackungen
- Stabilisierung der Ladeeinheiten als Bestandteil der Ladungssicherung
- Geringes Eigengewicht und einfache Handhabung
- Wiederverwendbarkeit bei dafür freigegebenen Ausführungen
Anwendung im Überblick
- In Zwischenräume zwischen Ladeeinheiten oder zwischen Ladung und geeigneter Fahrzeugwand einsetzen
- Mit einem zum Ventil passenden Füllsystem befüllen
- Größe, Belastbarkeit und Ausführung passend zu Ladung, Transportweg und Hohlraum auswählen
- Auf stabile und ausreichend große Abstützflächen achten
- Bei Bedarf mit weiteren Ladungssicherungsmitteln kombinieren
Vorgaben für den Einsatz
- Die für den jeweiligen Transport geltenden Anforderungen an die Ladungssicherung beachten
- Herstellerangaben zu Einsatzbereich, maximaler Ladelücke, Arbeitsdruck und Belastbarkeit einhalten
- Stausäcke vor dem Einsatz auf Beschädigungen und Funktionsfähigkeit prüfen
Produkte und Zubehör
- Stausäcke mit mehrlagiger Kraftpapierhülle
- Stausäcke mit PP-Gewebehülle und luftdichtem Innenbeutel
- Ausführungen für unterschiedliche Belastungen im Lkw-, Container- und Bahntransport
- Zubehör wie Füllgeräte, Ventiladapter und Systeme zum Entleeren und Wiederbefüllen
Was sind Stausäcke?
Stausäcke, auch Staupolster oder Luftpolster genannt, sind aufblasbare Sicherungsmittel, die Hohlräume und Ladelücken zwischen Ladeeinheiten ausfüllen. Ziel ist ein formschlüssiger Kontakt, der Bewegungen und ein Verrutschen während des Transports begrenzt.
Die mit Luft befüllten Polster wirken durch flächige Druckabstützung. Sie übertragen Kräfte zwischen geeigneten Kontaktflächen und helfen, die Ladung zu stabilisieren.
Wesentliche Eigenschaften
- Sie stützen Ladeeinheiten in der jeweiligen Wirkrichtung ab.
- Sie verteilen Kräfte über eine große Kontaktfläche.
- Sie können geeignete empfindliche Güter und Verpackungen vor Transportschäden schützen.
Warum Stausäcke einsetzen?
Hohlräume als Sicherheitsrisiko reduzieren: Bei plötzlichen Fahrmanövern kann sich Ladung in ungesicherte Freiräume bewegen und anschließend gegen andere Ladeeinheiten oder Laderaumbegrenzungen stoßen. Dabei entstehen hohe Stoßkräfte. Passend ausgewählte Stausäcke können diese Bewegungsspielräume begrenzen.
Empfindliche Güter schützen: Produkte mit empfindlicher Verpackung, beispielsweise Kartonagen oder folierte Paletten, können von einer flächigen Druckverteilung profitieren. Entscheidend ist, dass die Verpackung den auftretenden Druck aufnehmen kann.
Formschluss zwischen Ladeeinheiten herstellen: Bei Transporten mit vielen einzelnen Ladeeinheiten, etwa Paletten oder Kartons, lassen sich Ladelücken mit Stausäcken schnell ausfüllen. Ob zusätzliche Zurrmittel oder andere Sicherungen erforderlich sind, hängt von der konkreten Verladung ab.
Stabilität im Containerverkehr erhöhen: Im kombinierten Verkehr mit Lkw, Bahn und Schiff wirken unterschiedliche Kräfte auf die Ladung. Geeignete Staupolster reduzieren Bewegungsspielräume und unterstützen die Stabilisierung der Ladeeinheiten.
Transportschäden vermeiden: Ungesicherte Hohlräume begünstigen Stoßbelastungen, Scheuerstellen und Verformungen. Stausäcke können dazu beitragen, Lastpakete stabil zu halten und Verschieben oder Kippen zu verhindern.
Funktion und Anwendung
Physikalisches Wirkprinzip: Stausäcke erzeugen Flächendruck zwischen zwei Kontaktflächen. Ihre Sicherungswirkung beruht auf:
- Druckverteilung über eine verformbare Oberfläche
- Formschlüssiger Abstützung zwischen geeigneten Flächen
- Übertragung von Kräften auf angrenzende Ladeeinheiten oder ausreichend belastbare Laderaumbegrenzungen
- Begrenzung der Bewegungsspielräume der Ladung
Die Wirkung hängt von der Passform, der Kontaktfläche, der Belastbarkeit des Stausacks und der Stabilität der Abstützflächen ab. Die beim Transport auftretenden Kräfte müssen vom gesamten Sicherungssystem aufgenommen werden können.
Stausäcke richtig anwenden: Schritt für Schritt
- Ladung vorbereiten: Stabile Verpackungseinheiten und eine gleichmäßige Stapelung sicherstellen.
- Hohlraum bestimmen: Größe, Form und Position der Ladelücke erfassen.
- Passenden Stausack auswählen: Abmessungen, zulässige Ladelücke, Belastbarkeit und Einsatzbereich berücksichtigen.
- Stausack platzieren: Zwischen geeigneten Ladeeinheiten oder zwischen Ladung und ausreichend belastbarer Laderaumbegrenzung einsetzen.
- Kontrolliert befüllen: Ein geeignetes Füllgerät verwenden und den vom Hersteller vorgegebenen Arbeitsdruck einhalten.
- Sicherung kontrollieren: Position, flächige Anlage und Druck prüfen.
- Nachkontrolle durchführen: Bei längeren Fahrten und zugänglicher Ladung den Zustand im Rahmen der Kontrollpausen prüfen.
Hinweise zur Auswahl und Auslegung
- Die Ausführung muss für den vorgesehenen Transportweg – Straße, Container oder Bahn – geeignet sein.
- Die zulässige Belastbarkeit muss zu den aufzunehmenden Sicherungskräften passen.
- Die Abstützflächen müssen stabil und ausreichend belastbar sein.
- Die maximal zulässige Ladelücke des Herstellers darf nicht überschritten werden.
- Bei Bedarf sind zusätzliche Sicherungsmittel, beispielsweise geeignete Sperrbalken, einzuplanen.
- Ein Stausack darf nur Sicherungsaufgaben übernehmen, für die er ausgelegt und freigegeben ist.
Tipps für die Praxis
- Nicht überfüllen: Zu hoher Druck kann den Stausack oder die Verpackung beschädigen. Temperaturänderungen während des Transports können den Innendruck beeinflussen.
- Nur zwischen geeigneten Flächen einsetzen: Weiche oder instabile Verpackungen ohne ausreichende Abstützung können eingedrückt werden.
- Flächige Anlage sicherstellen: Der Stausack muss entsprechend den Herstellerangaben anliegen, ohne die Verpackung unzulässig zu verformen.
- Ausführung passend wählen: Transportweg, Belastung und Umgebungsbedingungen bestimmen die erforderliche Eignung.
- Gesamte Sicherung betrachten: Ob Stausäcke ausreichen oder mit Zurrmitteln und weiteren Sicherungen kombiniert werden müssen, ist für die jeweilige Verladung zu beurteilen.
- Regelmäßig kontrollieren: Auf Veränderungen des Drucks, Beschädigungen, eine veränderte Position und undichte Ventile achten.
- Geeignete Fülltechnik verwenden: Füllgerät, Ventil und Druckregelung müssen zur jeweiligen Ausführung passen.
Typische Fehler
- Einsatz in zu großen Ladelücken oder ohne ausreichend große Kontaktflächen
- Auswahl einer Größe, die nicht zu Ladung und Hohlraum passt
- Überfüllung, die den Stausack oder leichte Verpackungen beschädigt
- Platzierung zwischen instabilen Kartons oder ungeeigneten Abstützflächen
- Fehlende Kontrolle auf Druckverlust oder Beschädigungen
- Verwendung einer Ausführung, die für den Transportweg nicht geeignet ist
- Verwendung als tragende Unterlage oder Ersatz für eine erforderliche Tragkonstruktion
- Improvisierte Befestigung oder Verwendung unpassender Ventile und Füllgeräte
Häufige Fragen
Stausäcke und Zurrgurte erfüllen unterschiedliche Sicherungsaufgaben. Stausäcke sichern durch Hohlraumfüllung und formschlüssige Abstützung. Ob damit eine ausreichende Sicherung erreicht wird oder zusätzliche Zurrmittel erforderlich sind, hängt von Ladung, Anordnung, Abstützflächen und Transportbedingungen ab.
Es gibt unter anderem Stausäcke mit Kraftpapierhülle oder PP-Gewebehülle sowie unterschiedliche Belastbarkeitsklassen für verschiedene Transportbedingungen. Auch Einweg- und Mehrwegausführungen sind erhältlich. Maßgeblich sind die ausgewiesenen Einsatzbereiche und technischen Angaben des Herstellers.
Der zulässige Arbeitsdruck richtet sich nach der jeweiligen Ausführung und den Herstellerangaben. Beachten Sie die Angaben auf dem Etikett und in der Gebrauchsanleitung. Der Stausack muss passend zur zulässigen Ladelücke flächig anliegen. Überfüllung kann Schäden verursachen.
Kontrollieren Sie bei längeren Fahrten und zugänglicher Ladung im Rahmen der Kontrollpausen die Position, den Zustand und den Druck der Stausäcke. Temperaturänderungen, Undichtigkeiten oder Belastungen können die Sicherungswirkung beeinflussen.
Stausäcke eignen sich zum Ausfüllen von Ladelücken zwischen Ladeeinheiten im Container. Sie unterstützen den Formschluss und reduzieren Bewegungsspielräume der Fracht. Die ausgewählte Ausführung muss für den vorgesehenen See-, Bahn- oder Straßentransport geeignet sein.
Ja, wenn Verpackung und Abstützflächen den auftretenden Druck aufnehmen können. Die Ware darf durch das Befüllen und die Transportbelastung nicht unzulässig verformt oder beschädigt werden. Bei ungeeigneten oder sehr empfindlichen Verpackungen sind andere Sicherungslösungen erforderlich.
Berücksichtigen Sie bei der Auswahl:
- Transportweg: Straße, Bahn oder See
- Größe und Form der Ladelücke
- Aufzunehmende Sicherungskräfte und zulässige Belastbarkeit
- Größe und Stabilität der Kontaktflächen
- Herstellerangaben zu Einsatzbereich, Arbeitsdruck und maximaler Ladelücke
Eine Wiederverwendung ist nur bei dafür vorgesehenen und vom Hersteller freigegebenen Ausführungen zulässig. Prüfen Sie vor jedem erneuten Einsatz Hülle, Nähte und Ventil auf Beschädigungen und Funktionsfähigkeit. Ob ein Stausack mehrfach verwendet werden darf, lässt sich nicht allein aus dem Material der Außenhülle ableiten.
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Weiß mit Mehrwegventil, zweilagig (1 x PE-Folie 80)
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