Verladen von Gütern

Der Begriff Verladung bezeichnet das Umladen, Aufladen, Abladen oder Entladen von Gütern auf geeignete Transportmittel. Güter verladen erfolgt mit technischen Geräten, wie Staplern, Hubwägen und Kränen – sogenannten Flurförderfahrzeugen oder per Hand. Bei der Lkw Verladung und der Containerverladung ist auf einiges zu achten, was wir Ihnen in diesem Beitrag näher bringen möchten. Immer gilt jedoch: Verlader, Fahrer und andere Transportteilnehmer müssen eine beförderungssichere Verladung und eine betriebssichere Verladung gewährleisten.

Lkw Verladung und Containerverladung

VerladenBei der Lkw Verladung und der Containerverladung sind der Verlader und der Fahrer gleichermaßen in der Pflicht. Beim Güter Verladen muss sowohl der Verlader als auch der Lkw-Fahrer auf eine ordentliche Ladungssicherung achten. Die Verladung muss so erfolgen, dass die Ware gegen Verrutschen und Umfallen gesichert ist. Dabei müssen Hilfsmittel wie Spanngurte, Ladungssicherungsnetze oder Antirutschmatten eingesetzt werden. Der verantwortliche Frachtführer muss dafür geeignete Transportmittel wählen. Ein geeignetes Transportmittel hat ausreichend Nutzlast und bietet genügend Möglichkeiten der Transportsicherung. Wenn Sie Gefahrgut verladen, müssen Sie eine Gefahrgutausrüstung (ADR-Ausrüstung) mit sich führen und die Fahrer müssen im Umgang mit Gefahrgut geschult sein. Weitere Informationen zur Verladung von Gefahrgut finden Sie in der Richtlinie 2008/68/EG und das ADR 2017.

Verlader Definition - Wer ist der Verlader und welche Verantwortung trägt er?

Grundsätzlich ist der Verlader der Auftraggeber für Transportdienstleistungen. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird die frachtübergebende Spedition oder Firma als Verlader bezeichnet. In diesem Fall agiert die Person oder die Firma, welche die Fracht an das Transportunternehmen übergibt als Verlader wenn diese Person oder Firma eigenverantwortlich das Ladegut auf den Lkw oder Container verbringt, verantworten diese eine ordnungsgemäße beförderungssichere Verladung.

Verantwortlich für eine betriebssichere Verladung oder beförderungssichere Verladung können:

  • der Verlader (siehe Verlader Definition)
  • der Absender
  • der Frachtführer
  • und der Fahrzeugführer

sein. Dies ist im § 22 der StVO geregelt.

Die Verantwortlichkeit bei der Lkw Verladung und der Containerverladung ergibt sich beim Absender, weil er die Güter in Umlauf bringt. Dieser ist für eine beförderungssichere Verladung verantwortlich.

Beim Güterverladen steht für die Verladung auch der Frachtführer in der Pflicht. Dieser muss dafür sorgen, dass die Güter mit einem geeigneten Transportmittel transportiert werden. Nach §412 HGB darf der Absender beziehungsweise der Verlader nur Ladegut aufladen, welches durch geeignete Ladungssicherung gesichert werden kann. Bei Ladungsproblemen muss der verantwortliche "Leiter der Ladearbeiten" den Fahrzeugführer bei der Sicherung der Ladung unterstützen. Der Frachtführer muss bei der Lkw Verladung und Containerverladung nach § 31 StVZO dafür Sorge tragen, dass dem Fahrzeugführer ein geeignetes Fahrzeug und geeignete Zurrmittel zur Verfügung stehen und ist für die
betriebssichere Verladung zuständig. Geeignete Zurrmittel können Spanngurte sein. Diese dürfen nicht verschlissen sein und die Zurrkraft muss ausreichend sein (Lashing Capacity). Frachtführer ist der Disponent oder Unternehmer.

Neben den erwähnten Transportteilnehmern muss auch der Fahrzeugführer auf korrekte Verladung achten. Nach § 23 StVO darf der Fahrzeugführer einen Transport nur durchführen, wenn er von einer ordnungsgemäßen Ladungssicherung überzeugt ist. Er darf sich nicht darauf verlassen, dass der Verlader die Sicherung ausreichend durchgeführt hat. Fahrzeugführer ist der Lenker des Lkw´s oder Transporters.

Betriebssichere Verladung

Für eine betriebssichere Verladung ist der Frachtführer verantwortlich. Der Frachtführer muss für den Transport beim Güterverladen ein geeignetes Fahrzeug auswählen. Dieses Fahrzeug muss mit ausreichend Vorrichtungen zur Ladungssicherung ausgestattet sein. Solche Vorrichtungen für die Ladungssicherung können Zurrösen sein. Eine betriebssichere Verladung bedeutet, nicht nur auf die korrekte Ladungssicherung bei der Lkw Verladung zu achten, es muss ein Fahrzeug eingesetzt werden, welches die benötigte Nutzlast, Achslast und die benötigten Abmessungen bietet.

Beförderungssichere Verladung

Nach § 412(1) HGB ist der Absender in den meisten Fällen (lt. Gesetzestext nur dann, wenn sich aus den Umständen oder der Verkehrssitte nichts anderes ergibt) für eine beförderungssichere Verladung zuständig. Die beförderungssichere Verladung beinhaltet das Laden, Stauen, Befestigen und Entladen der Güter. In den Aufgabenbereich des Absenders und Verladers fällt nicht nur die ordnungsgemäße Beladung des Fahrzeuges, sondern auch die Ladungssicherung. Er muss dafür sorgen, dass das Transportgut mit Hilfsmitteln, wie Antirutschmatten, Spanngurten oder Lashbändern gegen Stöße, Bremsungen oder Erschütterungen gesichert wird.

Fazit zur Verladung von Gütern

Egal ob bei der Lkw Verladung oder Containerverladung. Die Verantwortlichkeit beim Güter verladen wird auf viele Schultern verteilt. Für die beförderungssichere Verladung und die betriebssichere Verladung sind alle Teilnehmer der Transportkette in der Verantwortung. Das fängt beim Verlader oder Absender an und geht weiter zum Frachtführer und Fahrzeugführer. Das ist auch gut so. Durch unsachgemäße Ladungssicherung und durch falsch eingesetzte Fahrzeuge kommt es immer wieder zu Unfällen. Diese können durch eine beförderungssichere Verladung und betriebssichere Verladung vermieden werden.

Letztendlich muss der Lkw Fahrer prüfen, ob die beförderungssichere Verladung und betriebssichere Verladung gewährleistet ist. Er muss die Ladung befördern. Ist die Ladung nicht ordnungsgemäß verladen, muss er bei einer Verkehrskontrolle mit Bußgeld oder Punkten im Verkehrszentralregister rechnen. Kommt es durch eine unsachgemäße Verladung zum Unfall muss er vielleicht sogar mit seiner Gesundheit dafür bezahlen. Das muss nicht sein!

Setzt der Disponent geeignete Fahrzeuge ein, achtet der Verlader (siehe Verlader Definition) auf eine beförderungssichere Verladung und prüft der Fahrzeugführer die Ladungssicherung ist eine beförderungssichere und betriebssichere Verladung gewährleistet. Das schützt die Güter vor Schaden und fördert einen positiven Transportverlauf.