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Ratgeber Mangelhafte Ladungssicherung
Wissen in 30 Sekunden
- Eine falsche Ladungssicherung kann zu hohen Bußgeldern, Haftungskosten und Versicherungsproblemen führen
- Ordentliche Ladungssicherung mit Antirutschmatten und Zurrgurten verhindert Unfälle
- Korrekte Positionierung und Vergurtung der Ladung minimiert Transportschäden
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Fachtexte von
Ladungssicherungs-Profis


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Wirtschaftlicher Schaden durch falsche Ladungssicherung
Die ordnungsgemäße Beladung eines Fahrzeugs hat nach der Vorschrift des § 22 StVO zu erfolgen. Danach ist das Fahrzeug so zu beladen, dass auch bei einer Vollbremsung oder einer plötzlichen Lenk- und Ausweichbewegung nichts ins Rutschengerät, umfällt oder durch den Laderaum rollen kann. Zusätzlich gilt die Unfallverhütungsvorschrift (UVV). § 35 Abs. 4 UVV schreibt vor, dass bei der Beladung sichergestellt werden muss, dass bei verkehrsüblichen Bedingungen eine Gefährdung von Personen ausgeschlossen ist.


Hohe Kosten und Geld durch mangelhafte Ladungssicherung
Wird die Ladung unzureichend gesichert oder ist das Transportfahrzeug für die Art des Transportgutes nicht geeignet, kann dies ausgesprochen teuer werden. Kommt es zum Beispiel zu einer Kontrolle durch die zuständigen Aufsichtsbehörden kann eine Umladung auf ein geeignetes Fahrzeug angeordnet werden. Dies bedeutet nicht nur, dass Lieferfristen nicht eingehalten werden können, sondern verursacht besondere Kosten durch das Umladen und die Bereitstellung eines anderen Transportfahrzeugs. Sehr empfindlich sind auch die Bußgelder bei falscher Beladung, unabhängig davon, ob ein Schade eingetreten ist oder nicht. So beträgt das zu verhängende Bußgeld bei LKW, wenn die Ladung nicht verkehrssicher verstaut ist oder kein besonderer Schutz gegen Herabfallen vorhanden ist, 50 €. Geht von der Ladung eine Gefährdung aus, dann erhöht sich der Betrag auf 75 €. Das Bußgeld wird gegen den Frachtführer verhängt, der auch für die Ladungssicherheit haftet, es sei denn er übernimmt den Lastzug verplombt. Jeder Frachtführer sollte wissen, dass er für Schäden durch unsachgemässe Beladung in Haftung genommen werden kann, soweit die Betriebssicherheit gewährleistet ist, weil er das vor Fahrtantritt zu kontrollieren hat. Für die beförderungssichere Verladung ist der Absender der Ladung verantwortlich.
Kommt es zu wirtschaftlichen Schäden durch falsche Ladungssicherung, kann man sich immer weniger auf seinen Versicherungsschutz verlassen. Immer mehr Versicherungen verweigern die Leistung aufgrund unkompetenter Ladungssicherung. Kommt zum Beispiel ein LKW durch falsche Beladung ins Schleudern, verliert Teile der Ladung und blockiert zeitweise die Fahrbahn, dann können die Kosten in Höhe von mehreren 10.000 Euro zur Folge haben. Vor allen Dingen dann, wenn andere Verkehrsteilnehmer in den Unfall hineingezogen werden. Die Ursache kann einfach nur ein nicht ausreichend festgezurrtes Ladungselement sein, das durch Verrutschen eine sichere Fahrzeugführung unmöglich macht. Hier finden Sie Produkte wie Containerplanen und mehr.


Wie schwere Unfälle durch richtige Ladungssicherung verhindert werden können
Ladungssicherung Ladungssicherung ist sehr wichtig und sollte daher auch von jedem LKW-Fahrer berücksichtigt werden. Besonders wichtig ist daher die Ladungssicherung, da es bei der Fahrt auf einer Straße zu unvorhergesehenen Anfahr- oder aber auch Bremsvorgängen kommen kann.
Tritt ein solcher Fall ein, so reicht die natürliche Reibungskraft nicht mehr aus, um die Ladung auf der Ladefläche zu halten, sie gerät darauf hin ins Rutschen. Besonders gefährlich ist es, wenn die Ladung ins Rutschen gekommen ist. Sie gerät dabei außer Kontrolle und es besteht die Möglichkeit, dass die Ladefläche beschädigt wird. Im schlimmsten Fall beschädigt die Ladung durch das Verrutschen des Fahrzeugs, oder gar im schlimmsten Fall auch andere Verkehrsteilnehmer. Damit Ihre Ladung gar nicht erst ins Rutschen kommt, empfehlen wir unsere hochwertigen Antirutschmatten.
Um solche, schwerwiegenden Folgen zu vermeiden, sollte man sich unbedingt mit physikalischen Gesetzen und auch den gesetzlichen Verordnungen zur Ladungssicherung vertraut machen. Ebenso wichtig ist es, sich über die Leistungsfähigkeit der verschiedenen Zurmittel zu informieren sowie auch deren Belastbarkeit. Ein entscheidendes Kriterium ist auch, wie die Ladungssicherung angewendet wird, bzw. Welche Ladungssicherungsmethoden Verwendung finden. Bei sehr schweren Gegenständen, die nicht den gesamten Ladebereich ausfüllen, kann es zum Beispiel hilfreich sein, Diagonalzurren zu verwenden. Diagonalzurren bieten ein hohes Maß an Sicherheit, da die Gewichtskräfte durch die diagonale Anordnung der Zurren optimal verteilt werden. Ebenso empfehlenswert kann es bei flachen und nicht den Raum ausfüllenden Ladungen sein, Kopfschlingen zu verwenden. Kopfschlingen werden über die Ladung gespannt und verhindern ein Verrutschen der Ladung. Ebenso empfehlenswert ist auch die Verwendung von Kantengleitern. Durch die Kantengleiter wird die Vorspannkraft des Zurrgurtes optimal verteilt und die Ladung erfährt somit einen zusätzlichen Schutz. Ebenso empfehlenswert ist es, die Ratschen wechselseitig anzuordnen und die Ratschen nicht auf einer Seite anzubringen. Dadurch kann eine optimale Kraftübertragung erfolgen. Die Kraft wird gleichmäßig übertragen und ein Verrutschen der Ladung kann somit grundlegend vermieden werden. Entscheidend ist, dass der Fahrer die notwendigen Kenntnisse besitzt. Daher sollte von einem Ladungssicherungsseminar kein Abstand eingehalten werden. In einem solchen Seminar kann man mehr über die Methoden der Ladungssicherung, die physikalischen Faktoren, sowie über den Umgang mit speziellen Ladungssystemen erfahren.
Transportschäden – Ursache: Mangelhafte Ladungssicherung
Ladungssicherung ist eines der Hauptthemen in der Logistik, dem vielfach viel zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird. Unprofessionelle Speditionen gehen oft zu sorgfältig mit der fachgerechten Sicherung der Transportgüter um, da sie vergessen, wie viele unvorhersehbare Situationen im Straßenverkehr entstehen können.
Dies birgt nicht nur ein enormes Sicherheitsrisiko für andere Verkehrsteilnehmer, sondern ist genauso ärgerlich für Kunden als auch Spediteure, die den entstandenen Schaden begleichen müssen. Somit wird deutlich, dass eine ordnungsgemäße und fachgerechte Ladungssicherung im Transportwesen unerlässlich ist, um eine ausreichende Verlässlichkeit für den Kunden und Sicherheit zu gewährleisten.
Es gibt zwei Punkte, die zu beachten sind, um eine Ware sicher zu transportieren:
Positionierung der Ladung
Oftmals werden aus Platzgründen Paletten übereinander gestapelt, schräg oder mit zu viel Abstand zu den Container- bzw. Containern gestapelt. Bordwände oder gar einzelne Warenpakete werden aufgeladen. Es ist besser, Paletten nebeneinander zu positionieren, wenn noch ausreichend Platz vorhanden ist. Ansonsten könnten ganze Warentürme während des Transports kippen. Wenn die Ware schräg geladen wird, zB in einem freien Spalt, sind Transportschäden praktisch vorprogrammiert. Wird die Ware mit zu viel Abstand zu den Bordwänden geladen, so kann es auch zum Kippen ganzer Türme kommen, die je nach dem sogar Dominoeffekte auslösen. Dies hätte zur Folge, dass viel größere Teile der Ladung beschädigt wären.
Es ist besonders gefährlich, Waren am Heck des Laderaumes hoch aufzutürmen oder gar zu stapeln, da die Transportmittel vielmals ein halboffenes Heck oder nur planverkleidete Wände besitzen, sodass unter Umständen Teile der Ladung den Laderaum verlassen könnten. Dies birgt ein enormes Unfallrisiko für nachfolgende Fahrzeuge. Sollte die Ware überhaupt nicht gestapelt, sondern tatsächlich hineingeworfen werden, treten natürlich Schäden am Transportgut auf. Andererseits muss natürlich darauf geachtet werden, das Gewicht gleichmäßig über die Achsen zu verteilen und vor allem die einzelnen Achslasten nicht zu überschreiten.
Vergurtung der Ladung
Ebenso wichtig wie die Positionierung ist die Verzurrung, Verpackung und Fixierung der Ladung. Jede Ladung sollte mit Antirutschmatten gesichert werden. Zusätzlich ist es unbedingt erforderlich, Sicherheitsgurte gegen das Wegrutschen zu verwenden. Diese werden meist an dafür vorgesehenen Ösen im Boden oder an den Wänden befestigt und fest gespannt. Zusätzlich kann man mit Klemmbrettern und Holzriegeln ein Verrutschen der Ware verhindern. Gefahrgut wie auch Kleinteile sollten fachgerecht verpackt werden. Generell gilt es Transportgüter gegen Stöße etc. mit dafür vorgesehenen Polstern (zB Luftfolie) zu versehen. Zuletzt ist zu, dass ein zu aggressiver Fahrstil nicht förderlich für einen schadenfreien Transport ist. Wenn die genannten Möglichkeiten der Ladungssicherung angewendet werden, kann das Schadensrisiko enorm gesenkt werden.
Gründe und Ursachen für fehlerhafte Ladungssicherung
Die Beförderungssicherheit ist in Deutschland gesetzlich geregelt und umfasst die gesamte Sicherung vor den physikalisch wirkenden Kräften von Ladungen, auch bezeichnet als Frachtgüter, egal ob diese per Schiffsverkehr, Eisenbahn-, Straßen oder im Luftverkehr transportiert werden. Beim Transport mit einem Lkw wirken enorme Kräfte, bei einer Beschleunigung in die hintere Richtung sowie bei starkem Bremsen in die vordere Richtung.
Die deutsche StVO, der § 22 der Straßenverkehrsordnung, legt fest, dass Transporte so zu verladen bzw. sind. zu sichern sind, dass diese nicht umkippen und verrutschen können. Eine plötzliche Vollbremsung darf weder eine Ladung herunterfallen lassen noch auf dem Fahrzeug ein Herumrollen verursachen. Die volle Haftung für eine sichere Verladung und einen sicheren Transport liegt beim Halter, beim Verladen und nicht zuletzt beim Fahrer, der vor Fahrtantritt das Verladegut auf Sicherheit zu überprüfen hat. Des Weiteren ist die VDI-Richtlinie 2700 ff zu berücksichtigen und einzuhalten. Verstöße werden bei Verkehrskontrollen mit Bußgeldern und Punkten in Flensburg im dortigen Verkehrsregister bestraft. Ein Verkehrsunfall aufgrund von verrutschten Ladegütern, bei dem Personen zu Schaden gekommen sind, wird sogar noch härter, teilweise mit Geld- bis hin zu Freiheitsstrafen sanktioniert.
Varianten zur Sicherung von Transportgütern
Im Transportwesen gibt es zwei ganz entscheidende Varianten zur Sicherung von Transportgütern:
- Eine formschlüssige Sicherung der Ladung sowie
- Eine kraftschlüssige Sicherung der Ladung. Beide Ladungsvarianten sind miteinander kombinierbar.
Die formschlüssige Sicherung der Ladung
Während bei einer formschlüssigen Sicherung der Ladung das Ladegut meist bei bündigem und lückenlosem Verladen erzeugt wird, kann man es auch per Bucht- oder Kopflaschung sowie Diagonal- bzw. Schrägzurren absolut sichern. Sobald der Fahrzeugaufbau über eine besondere Stabilität verfügt, um unvermittelt wirkende Kräfte zu stabilisieren, ist eine Sicherung einer Ladung durch reinen Formschluss ohne zusätzliches Niederzurren möglich
Die kraftschlüssige Sicherung der Ladung
Eine kraftschlüssige Sicherung der Ladung wird durch das Niederzurren erreicht, wobei das Ladegut mit Zurrgurten auf die Fläche des Transporters gedrückt wird, was extrem die Reibungskraft verstärkt und was ein Verrutschen, Umherrollen bzw. ein Sturz verhindert. Durch den Einsatz von Antirutschmatten kann diese Wirkung zusätzlich noch verstärkt werden. Allerdings müssen diese Antirutschmatten unbedingt auf der Seite des Ladegutes sichtbar hervorstehen, damit sie bei Kontrollen sofort ersichtlich sind. Anhand des Gewichtes einer Ladung können die notwendige Sicherung, der Gleittreibbeiwert, der Übertragungsbeiwert, der Beschleunigungsfaktor und der vertikale Winkel der benutzten Zurrgurte berechnet werden. Darüber hinaus sind, um einen konformen Kraftschluss zu erzeugen, mindestens zwei Sicherungsmittel einzusetzen. Um eine notwendige Vorspannkraft zu erzeugen, sind Spannmittel inklusive eines hohen STF-Wertes notwendig, den man auch Langhebelratsche nennt. Die VDI-Richtlinie 2700 besagt, dass ca. 80 % eines Ladegutes nach vorn zu sichern sind, wobei die Stirnwand eines Fahrzeugs eine wesentliche Rolle spielt. Allerdings sind auch die seitlichen Wände eines Transportfahrzeugs bei einer formschlüssigen Sicherung von Ladungsgütern unbedingt zu berücksichtigen. Dabei ist unbedingt auf eine feste und sichere Seitenwand zu achten.
Gekennzeichnete Zurr- und Hilfsmittel
Zur Befestigung von Ladungsgütern können ganz unterschiedliche Zurr- und Hilfsmittel eingesetzt werden, die entsprechend den deutschen Gesetzen auf jeden Fall gekennzeichnet sein müssen. Die erforderlichen Daten beinhalten Informationen, zur normalen Vorspann- und Handarbeit, über die aufnehmbare Kraft sowie zum Herstellungsjahr und Hersteller, um nur einige zu benennen.
Wer haftet bei falscher Ladungssicherung?
Schlecht gesicherte Ladung ist nicht nur die Ursache für viele schwere Unfälle, auch Schäden an der transportierten Ware bis hin zum Totalverlust sind eine häufige Folge. Dann stellt sich immer die Frage: Wer ist für den Schaden verantwortlich, wer muss die Kosten tragen?
Das Frachtrecht im Handelsgesetzbuch (HGB) regelt die Pflichten aus einem Frachtvertrag. Der Gesetzgeber teilt hier die Pflicht der Verladung auf den Absender (Auftraggeber) und auf den Frachtführer (Transportunternehmer) auf. Der Auftraggeber ist für die beförderungssichere Verladung verantwortlich. Dazu gehört insbesondere die richtige Verpackung der Waren. Sie müssen allen Belastungen und Erschütterungen eines Lkw-Transportes standhalten. Das Verladen mittels Fördertechnik und das Verstauen gehören ebenfalls zu den Pflichten des Absenders. Darunter versteht das HGB insbesondere die richtige Verteilung der Ware auf der Ladefläche. Hier hat der Gesetzgeber insbesondere an Verladearbeiten gedacht, bei denen kein Kraftfahrer zugegen ist. Das trifft oft auf die Beladung von Wechselbrücken oder Containern zu. Dem Transportunternehmen kommt anschließend die betriebssichere Verladung zu. Dazu wählt der Lkw-Unternehmer zunächst eine der Ladung, deren Eigenschaften, Größe und Gewicht entsprechende Fahrzeug aus. Ist das Transportgut an Ort und Stelle verladen, setzt die Arbeit des Kraftfahrers ein. Er ist der Transportexperte und in der Lage, die exakten Sicherungsmaßnahmen zu berechnen und durchzuführen.


Wer seine Pflichten verletzt, haftet nach dem HGB auch dafür. Wird auch die Ware nur mangelhaft verpackt oder verstaut, auch schweres beispielsweise auf leichtes gestapelt, kann man dem Kraftfahrer keinen Vorwurf machen. Hier muss der Absender selbst für den entstandenen Schaden aufkommen. Landet aber die Ladung auf der Autobahn, weil der Kraftfahrer die Ladungssicherung mittels Spanngurten und Antirutschmatten „vergessen“ hat, dann haftet das Transportunternehmen. Hier liegt jedoch die Höchsthaftung auf 8,33 Sonderziehungsrechte, das sind derzeit etwa 10 Euro, pro Kilogramm Rohgewicht begrenzt. Tragischer und komplizierter wird es, wenn durch verlorene Ladung Menschen verletzt oder getötet werden. Hier kommen dann noch die Regelungen der Straßenverkehrsordnung (StVO), der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) und des Strafgesetzbuches (StGB) zum Tragen. Diese schreiben die richtige Ladungssicherung dem Kraftfahrer und die Ausrüstung mit Ladungssicherungsmitteln dem Halter des Fahrzeuges zu. Die richtigen Regeln zur Ladungssicherung finden alle Beteiligten in den Richtlinien des Verbandes Deutscher Ingenieure (VDI).
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