Reibwert, Auswahl und Einsatz

Antirutschmatten zur Ladungssicherung

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update Aktualisiert am: 28.07.2026

  • Antirutschmatten gehören zur Gruppe der rutschhemmenden Materialien, kurz RHM.

  • Antirutschmatten gibt es in verschiedenen Ausführungen: als Gummimatten, aus beschichteter Pappe, als Spezialrutschmatten aus Schaum, aus beschichtetem Gewebe, verstärkt für Schwerlast etc.

  • Antirutschmatten sind, je nach Ausführung, in verschiedenen Längen und Breiten sowie als Pads erhältlich.

  • Die Matte erhöht nicht eigenständig die Gewichtskraft, sondern den nutzbaren Reibbeiwert zwischen den Kontaktflächen.

  • Ein Reibbeiwert gilt immer für eine bestimmte Materialpaarung und definierte Prüfbedingungen.

  • Verschmutzungen, Öl, beschädigte Oberflächen oder unzulässige Verformungen können die Wirksamkeit erheblich reduzieren.

  • Antirutschmatten ersetzen kein vollständiges Ladungssicherungskonzept. Kipp-, Roll- und Abhebegefahren müssen gesondert betrachtet werden.

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Fachtexte von
Ladungssicherungs-Profis

Wofür verwendet man Antirutschmatten?


Antirutschmatten dienen der Erhöhung des Reibbeiwerts zwischen Ladegut und Ladefläche. Dadurch steht bereits ein größerer Anteil der erforderlichen Sicherungskraft durch Reibung zur Verfügung. Beim Niederzurren kann dies den Bedarf an Vorspannkraft und Zurrmitteln erheblich reduzieren. Entscheidend ist jedoch nicht allein die Bezeichnung „Antirutschmatte“. Für die Berechnung müssen die Materialpaarung, der nachgewiesene Gleitreibbeiwert, die Flächenpressung, die Mattendicke und der tatsächliche Zustand der Kontaktflächen berücksichtigt werden.

Wie wirken Antirutschmatten?


Reibung wirkt einer Relativbewegung zwischen zwei Kontaktflächen entgegen. Ihre vereinfachte Berechnung lautet: FR = µ × FN Dabei bedeuten:


  • FR: Reibkraft
  • µ: Reibbeiwert beziehungsweise Gleitreibbeiwert
  • FN: Normalkraft zwischen Ladegut und Unterlage

Auf einer waagerechten Ladefläche entspricht die Normalkraft ohne zusätzliche vertikale Kräfte näherungsweise der Gewichtskraft des Ladeguts. Beim Niederzurren kommen die vertikalen Komponenten der Vorspannkräfte hinzu. Dadurch steigt die Normalkraft und damit die nutzbare Reibkraft. Antirutschmatten wirken an einer anderen Stelle: Sie erhöhen den Reibbeiwert der Kontaktpaarung. Deshalb kann bereits ohne zusätzliche Vorspannkraft eine größere Reibkraft vorhanden sein. Vereinfachtes Rechenbeispiel Eine Ladung mit einer Masse von 5.000 kg erzeugt überschlägig eine Gewichtskraft von etwa 5.000 daN. Bei einem Reibbeiwert von µ = 0,2 ergibt sich näherungsweise: FR = 0,2 × 5.000 daN = 1.000 daN Bei einem nachgewiesenen Reibbeiwert von µ = 0,6 ergibt sich: FR = 0,6 × 5.000 daN = 3.000 daN Die verfügbare Reibkraft steigt in diesem vereinfachten Beispiel somit um 2.000 daN. Das Beispiel dient nur der Veranschaulichung. Für den vollständigen Sicherungsnachweis müssen unter anderem Sicherungsrichtung, Beschleunigungsbeiwert, Zurrverfahren, Zurrwinkel, Vorspannkraft und die Vorgaben des anzuwendenden Regelwerks für den Transport per LKW, Schiff oder Flugzeug berücksichtigt werden.

Gleitreibbeiwert: Welcher Wert darf verwendet werden?


Der Reibbeiwert ist keine unveränderliche Produkteigenschaft der Antirutschmatte. Er entsteht aus dem Zusammenwirken von:


  • Ladegutoberfläche,
  • Antirutschmaterial,
  • Ladefläche,
  • Oberflächenzustand,
  • Flächenpressung,
  • Temperatur,
  • Feuchtigkeit,
  • Verschmutzung und
  • mechanischem Zustand der Matte.

Ein Prüfwert darf deshalb nur innerhalb des dokumentierten Anwendungsbereichs verwendet werden. Ein guter Wert, der beispielsweise für eine saubere und trockene Kombination aus Holz, Antirutschmatte und Siebdruckboden ermittelt wurde, lässt sich nicht automatisch auf geölten Stahl, Kunststoffverpackungen oder nasse Ladeflächen übertragen. Prüfberichte und Herstellerunterlagen sollten mindestens erkennen lassen:


  • welche Materialpaarungen geprüft wurden,
  • welches Prüfverfahren angewendet wurde,
  • welcher Berechnungswert angesetzt werden darf,
  • für welchen Druck- und Temperaturbereich der Wert gilt,
  • ob trockene, feuchte oder nasse Bedingungen berücksichtigt wurden,
  • welche Nutzungseinschränkungen bestehen.

VDI 2700 Blatt 14 beschreibt ein Verfahren zur Ermittlung insbesondere von Gleitreibbeiwerten. VDI 2700 Blatt 15 behandelt Einsatz, Handhabung, Sicherheitsanforderungen, Überprüfung und Ablegekriterien rutschhemmender Materialien.

Welche Arten von Antirutschmatten gibt es zur Ladungssicherung?


Die Auswahl sollte nicht allein nach dem höchsten angegebenen Reibwert erfolgen. Maßgeblich sind Ladegut, Oberflächenstruktur, Druckbelastung, Wiederverwendung und mechanische Beanspruchung.


Ausführung Typische Eigenschaften Geeignete Anwendungen
Matten aus Gummigranulat Elastisch, zuschneidbar, in verschiedenen Dicken erhältlich Paletten, Kisten, Maschinen und allgemeine Stückgüter
Vollgummimatten mit Gewebeeinlage Hohe Reißfestigkeit und bessere Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Belastungen Stahlprodukte, schwere Bauteile und ausgewählte Anwendungen mit Zurrketten
Beschichtete Gewebe Dünn, flexibel und häufig als Zwischenlage einsetzbar Leichtere Ladeeinheiten, Behälter und empfindliche Verpackungen
Beschichtete Schäume Nachgiebig und oberflächenschonend Papierrollen, empfindliche Oberflächen und besondere Verpackungsanforderungen
Beschichtete Pappe oder Papierwerkstoffe Für Einweg- und Mehrwegkonzepte erhältlich, geringes Eigengewicht Ladeeinheiten, Zwischenlagen und ausgewählte One-Way-Transporte
Beschichtete Holzbalken Kombinieren Unterfahrbarkeit und Reibwerterhöhung Baustoffe, Kabeltrommeln, Maschinen und schwere Einzelgüter
Vollgummibalken mit Verstärkung Hohe Belastbarkeit und Unterfahrmöglichkeit Stahlträger, schwere Konstruktionsteile und Sondertransporte

Produktbezogene Reibwerte sollten in einer neutralen Materialübersicht nicht pauschal angegeben werden. Sie gehören in ein separates Datenblatt oder einen Vergleich, in dem Materialpaarung und Prüfbedingungen eindeutig genannt sind.

Welche Dicke muss eine Antirutschmatte haben?


Die erforderliche Dicke in Millimetern (mm) ergibt sich vor allem aus der Oberflächenstruktur und der auftretenden Druckbelastung. Eine dickere Matte bietet nicht automatisch einen höheren Reibbeiwert. Sie kann jedoch erforderlich sein, um Unebenheiten aufzunehmen und eine unzulässige Verformung zu verhindern.


  1. Oberflächenstruktur berücksichtigen

Glatte und ebene Kontaktflächen benötigen meist weniger Materialdicke als raue, scharfkantige oder ungleichmäßige Aufstandsflächen. Bei Gitterboxfüßen, Profilen, Kufen oder schmalen Aufstandsflächen entstehen hohe lokale Druckbelastungen. Hier muss geprüft werden, ob das Material für die auftretende Flächenpressung geeignet ist.


  1. Eindruckverhalten prüfen

Das Ladegut darf die Matte nicht so stark eindrücken, dass sie ihre Funktion verliert, seitlich ausweicht oder durchdrückt. Als Auswahlkriterium wird häufig eine maximale Verformung von etwa 30 Prozent der ursprünglichen Mattendicke in mm herangezogen. Maßgeblich bleiben die Produktzulassung, die Herstellerangaben und der jeweilige Verwendungsnachweis.


  1. Ausreichende Auflagefläche vorsehen

Die scheinbare Kontaktfläche erhöht die Reibkraft nicht unmittelbar. Eine ausreichend dimensionierte Auflagefläche ist dennoch erforderlich, um:


  • die zulässige Flächenpressung einzuhalten,
  • lokale Überlastungen zu vermeiden,
  • ein Durchstanzen oder Abscheren zu verhindern,
  • das Ladegut stabil abzustützen und
  • die Matte eindeutig sichtbar und kontrollierbar auszulegen.

  1. Mechanische Belastungen beachten

Werden die Matten überfahren, z. B. beim Be- und Entladen von Anhängern an Laderampen, unter scharfkantigen Bauteilen eingesetzt oder durch Kettenfahrzeuge belastet, muss das Produkt ausdrücklich dafür geeignet sein. Standardmatten aus Gummigranulat können durch Scherkräfte, Kanten oder Fahrbewegungen beschädigt werden.

Ladungssicherung-Antirutschmatten richtig auswählen


Nachgewiesener Reibbeiwert
Der Berechnungswert muss zur tatsächlichen Kombination aus Ladegut, RHM und Ladefläche passen. Ein allgemein beworbener Maximalwert reicht nicht aus.

Zulässige Flächenpressung
Das Material muss die auftretende Belastung dauerhaft oder für die vorgesehene Transportdauer aufnehmen können. Besonders kritisch sind kleine Füße, Kufen, Kanten und Punktlasten.

Geeignete Materialdicke in mm
Die Matte muss Unebenheiten ausgleichen, ohne übermäßig zusammengedrückt oder instabil zu werden.

Beständigkeit
Je nach Transport können Beständigkeiten gegen Öl, Kraftstoff, Wasser, Reinigungsmittel, Temperatur oder UV-Einwirkung erforderlich sein.

Wiederverwendbarkeit
Mehrwegmatten müssen so geprüft, gereinigt und gelagert werden können, dass ihr Zustand vor jedem Einsatz sicher beurteilt werden kann.

Besondere Anforderungen
Für Lebensmittel-, Pharma- oder Reinraumtransporte sind zusätzliche Werkstoff- und Konformitätsnachweise notwendig. Aussagen wie „PAK-frei“ reichen dafür allein nicht aus.

Richtige Ladungssicherung mit Antirutschmatten für LKW, Schiff und Flugzeug


Ladefläche und Ladegut reinigen
Sand, Staub, Holzspäne, Eis, Fett und Öl können eine Trenn- oder Gleitschicht bilden. Deshalb müssen Ladefläche, Matte und Ladegutunterseite vor dem Verladen entsprechend kontrolliert werden.

Kraftfluss vollständig unterlegen
Alle für die Kraftübertragung relevanten Aufstandspunkte müssen auf geeignetem RHM (Antirutschmatten oder -pads) stehen. Einzelne Mattenstücke dürfen nicht so angeordnet werden, dass das Ladegut kippt oder zwischen Unterlagen durchhängt.

Matte nicht als Distanzstück missbrauchen
Antirutschmaterial ist kein Ersatz für tragfähige Unterleghölzer, Formschlussmittel oder geeignete Lastverteilungselemente.

Verschieben auf der Matte vermeiden
Ladegut sollte nicht über ausgelegte Matten gezogen werden. Dabei können Falten, Risse, Verschiebungen oder Oberflächenschäden entstehen.

Gute Sichtbarkeit ermöglichen
Ein leichter Überstand kann die Kontrolle erleichtern. Er darf jedoch keine Stolperstelle bilden oder durch Fahrtwind beziehungsweise Ladebewegungen erfasst werden.

Gesamtsicherung nachweisen
Antirutschmatten und -pads erhöhen die Reibung. Sie verhindern aber nicht automatisch:


  • Kippen,
  • Rollen,
  • Abheben,
  • Wandern und Verrutschen einzelner Ladungsteile,
  • Verlust von Ladeeinheiten oder
  • Bewegungen oberhalb der untersten Ladeebene.

Je nach Transportaufgabe sind deshalb zusätzliche formschlüssige, direktzurrende oder niederzurrende Maßnahmen erforderlich.

Einfluss von Nässe, Öl und Temperatur


Äußere Bedingungen dürfen nicht pauschal bewertet werden. Entscheidend ist, unter welchen Bedingungen der angegebene Reibbeiwert ermittelt wurde.

Verschmutzung
Lose Verunreinigungen können die wirksame Materialpaarung verändern. Statt Ladegut–Antirutschmatte–Ladefläche wirkt dann beispielsweise eine Schicht aus Staub, Sand oder Abrieb.

Öl und Fett
Öl- oder Fettkontaminationen können die Reibwirkung stark reduzieren und das Material dauerhaft schädigen. Kontaminierte Matten dürfen beim Transport nur weiterverwendet werden, wenn eine sichere Reinigung und erneute Bewertung nach Herstellervorgabe möglich ist.

Feuchtigkeit und Nässe
Ob ein Reibbeiwert auch unter feuchten oder nassen Bedingungen gilt, muss aus dem Prüfbericht beziehungsweise den Produktunterlagen hervorgehen.

Temperatur
Elastomere verändern ihre Eigenschaften mit der Temperatur. Tiefe Temperaturen können zu Verhärtung führen, hohe Temperaturen zu Erweichung oder bleibender Verformung. Der zulässige Temperaturbereich muss produktspezifisch geprüft werden.

Ablegereife: Wann müssen Ladungssicherung-Antirutschmatten ausgetauscht werden?


Rutschhemmende Materialien müssen vor der Verwendung kontrolliert werden. Ein Austausch ist insbesondere erforderlich bei:


  • Rissen, Schnitten oder Ausbrüchen,
  • dauerhaft zusammengedrückten Bereichen,
  • starker Verhärtung oder Versprödung,
  • erkennbarer Materialauflösung,
  • Öl- oder Chemikalienkontamination,
  • abgelösten Beschichtungen,
  • starker Wellen- oder Faltenbildung,
  • fehlender Zuordnung zu einem gültigen Produkt- oder Prüfnachweis,
  • nicht mehr sicher beurteilbarer Oberfläche.

Eine feste allgemeine Nutzungsdauer ist weniger aussagekräftig als eine dokumentierte Zustandsprüfung. Einsatzhäufigkeit, Belastung, Lagerung und Reinigung können die Lebensdauer erheblich beeinflussen.

Häufige Fehler beim Einsatz von Antirutschmatten für Ladungssicherung


Ungeprüfte Reibwerte übernehmen
Ein hoher Reibbeiwert ist kein automatisch zulässiger Berechnungswert. Ohne definierte Materialpaarung und Prüfbedingungen ist die Angabe für einen Sicherungsnachweis nicht belastbar.

Falsche Materialpaarung ansetzen
Holz, Stahl, lackierte Flächen, Kunststoff, Folie und Karton können mit derselben Matte unterschiedliche Reibbeiwerte erzeugen.

Mattenstücke zu klein dimensionieren
Das Problem bei zu kleinen Abmessungen und Zuschnitten ist nicht unmittelbar eine zu geringe Reibfläche, sondern eine zu hohe Flächenpressung, unzureichende Abstützung oder eine lokale Überlastung der Matte.

Matten nur teilweise unterlegen
Steht ein Teil des Ladeguts auf der Matte und ein anderer direkt auf der Ladefläche, können unklare Last- und Reibungsverhältnisse entstehen.

Beschädigungen ignorieren
Risse, Verhärtungen und bleibende Verformungen verändern die Eigenschaften des Materials. Der ursprüngliche Prüfwert lässt sich dann nicht mehr ohne Weiteres voraussetzen.

Antirutschmatten als alleinige Sicherung betrachten
Reibung ist nur ein Bestandteil der Ladungssicherung beim Transport per LKW, Schiff oder Flugzeug. Die Ladung muss gemäß den Vorschriften gegen alle relevanten Bewegungs- und Gefährdungsrichtungen gesichert sein.

Normen und Richtlinien für Ladungssicherung und Antirutschmatten


DIN EN 12195-1:2021-01
Berechnung der Sicherungskräfte für Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen.

VDI 2700 Blatt 2:2014-07
Grundlagen zur Berechnung von Sicherungskräften.

VDI 2700 Blatt 14:2009-05
Prüfverfahren zur Ermittlung insbesondere von Gleitreibbeiwerten.

VDI 2700 Blatt 15:2026-06
Anforderungen, Einsatz, Handhabung, Überprüfung und Ablegekriterien rutschhemmender Materialien.

VDI 2700 Blatt 3.2:2026-02
Anwendung, Prüfung und Kennzeichnung von Ladungssicherungsmitteln.

Häufig gestellte Fragen zur Ladungssicherung mit Antirutschmatten


Welchen Reibwert hat eine Antirutschmatte?
Eine Antirutschmatte besitzt keinen universellen Reibwert. Maßgeblich ist der nachgewiesene Gleitreibbeiwert für die konkrete Kombination aus Ladegut, Matte und Ladefläche unter den dokumentierten Bedingungen.

Reduzieren Antirutschmatten die Anzahl der Zurrgurte?
Beim Niederzurren kann ein höherer Reibbeiwert die erforderliche Vorspannkraft und damit häufig auch die Anzahl der Zurrmittel reduzieren. Die konkrete Anzahl hängt jedoch zusätzlich von Gewicht, Zurrwinkel, STF, Sicherungsrichtung und Berechnungsverfahren ab.

Welche Dicke ist für schwere Ladung erforderlich?
Die Dicke muss so gewählt werden, dass Unebenheiten aufgenommen werden und die zulässige Flächenpressung beziehungsweise Verformung nicht überschritten wird. Für hohe Punktlasten werden druckfeste Spezialmatten oder geeignete Balkensysteme benötigt.

Dürfen Antirutschmatten bei Nässe verwendet werden?
Nur wenn der angesetzte Reibbeiwert für feuchte oder nasse Bedingungen nachgewiesen ist. Ein ausschließlich trocken geprüfter Wert darf nicht ohne weiteren Nachweis auf nasse Bedingungen übertragen werden.

Können Antirutschmatten zur Ladungssicherung mehrfach verwendet werden?
Ja, sofern das Produkt für eine Mehrfachverwendung vorgesehen ist und vor jedem Einsatz auf Verschmutzung, Beschädigung, Verformung und sonstige Ablegekriterien kontrolliert wird.

Fazit Antirutschmatte für Ladungssicherung


Antirutschmatten sind ein wirkungsvolles Hilfsmittel zur Reibwerterhöhung in der Ladungssicherung. Richtig ausgewählt und eingesetzt erhöhen sie die nutzbare Reibkraft und können insbesondere beim Niederzurren den Sicherungsaufwand reduzieren. Für einen belastbaren Sicherungsnachweis sind nicht der Produktname oder ein beworbener Maximalwert entscheidend. Maßgeblich sind die geprüfte Materialpaarung, der dokumentierte Berechnungswert, die zulässige Flächenpressung, der einwandfreie Zustand und die Einbindung der Matte in ein vollständiges Ladungssicherungskonzept.

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