Was mit der Ladung beim Bremsen passiert

Was mit der Ladung beim Bremsen passiert

Was mit der Ladung beim bremsen passiertIm besten Fall ist die Ladung so gut gesichert, dass sie sich nicht bewegen kann. Das erfordert eine qualitative und quantitative Herangehensweise. Sicherungsmittel wie Antirutschmatten und Zurrgurte müssen in ausreichender Anzahl vorhanden und so angebracht sein, dass sie den möglichen Belastungen des Bremsvorgangs ohne Probleme standhalten und das Verrutschen oder auch Umfallen der Ladung verhindern.
Ist dies nicht der Fall fallen Verpackungen um, verschieben sich, reißen sich los und durchbrechen vielleicht sogar alle Absperrungen der Laderampe und sorgen für ein Ungleichgewicht, dass die Fahrtüchtigkeit der Fahrzeuge einschränkt. LKWs oder Transporter können dann ausbrechen oder sogar umfallen. Auf jeden Fall besteht eine Gefahr für den Verkehr und die Sicherheit aller Teilnehmer.

Welche Kräfte dabei auf die Ladung wirken

Welche Kräfte auf die Ladung einwirkenDas Trägheitsgesetz ist besonders zu beachten. Körper, hier die Ladung, versuchen in ihrem aktuellen Zustand zu bleiben. Das bedeutet sie sind bestrebt so lange wie möglich im Ruhezustand zu bleiben. Sind sie aber in Bewegung, möchten sie das auch bleiben.
Die Kräfte die beim Bremsen und dem Anfahren in erster Linie auf die Ladung einwirken sind die Massenkraft, die Reibungskraft und die Gewichtskraft.

Die Massenkraft kennt man auch unter der Fliehkraft. Sie sorgt für die Trägheit der Ladung. Also dafür, ob sie bewegungslos oder in Bewegung verbleibt. Beim Bremsen ist sie der Grund dafür, wieso Ladung gesichert werden muss. Die Ladung möchte eigentlich seiner Massenkraft folgen und weiter in Bewegung bleiben und zieht oder drückt daher an/gegen die Sicherungsmittel.
Bei der Beschleunigung ist es anders herum. Die Ladung ist nicht in Bewegung und möchte das beibehalten. Dementsprechend müssen die Sicherungsmittel dem entgegen wirken und sie in die Bewegung zwingen.

Kein Körper ist vollkommen glatt und bietet daher Angriffspunkte für die Reibungskraft. Je rauer das Material der Ladung ist, desto stärker ist die Kraft, die der Bewegung entgegen wirkt. Durch das „verzahnen“ Ladungsoberfläche mit der des Untergrunds, wirkt eine Kraft, die die Ladung in bewegungslos hält. Sobald die zerrenden Kräfte aber groß genug sind, reißt diese Verbindung.
Die Reibungskraft unterstützt daher die Ladungssicherung und ist Grundlage für das wirken jedes Sicherungsversuches.

Die Gewichtskraft entsteht durch die Erdanziehungskraft. Sie drückt die Ladung senkrecht auf die Ladefläche. Sie beeinflusst die Reibungskraft. Ihr entgegen wirkt die Normalkraft

Die Kräfte zusammengenommen wirken in fünf Richtungen, nach vorne und hinten, links und rechts, sowie nach oben. Die Normalkraft wirkt dazu noch nach oben.

Zu den genannten Kräften kommt noch die Sicherheitskraft. Sie entsteht durch einen angepassten Fahrzeugaufbau oder anderen Mitteln, die zur Steigerung der Sicherheit genutzt werden. Die Differenz aus Massenkraft und Reibungskraft ergibt die Sicherheitskraft und entscheidet darüber wie stark die Ladungssicherung sein muss.

 

Hinterlasse eine Antwort

Um einen Kommentar zu hinterlassen, musst du angemeldet sein.