Ladungssicherung

  • Falsche Ladungssicherung ist häufig Ursache von Verkehrsunfällen

    Eine falsche oder unzureichende Ladungssicherung kann zu schwersten Verkehrsunfällen führen. Doch noch immer wird diesem Thema viel zu wenig Bedeutung beigemessen. Die Annahme, dass sich vor allem sehr schwere Güter aufgrund ihres Gewichts nicht von der Stelle bewegen, falls es zu einem plötzlichen Brems- oder Ausweichmanöver kommt, ist ein fataler Irrtum. Jede Ladung, ganz unabhängig vom Gewicht, unterliegt schließlich ihren ganz eigenen physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Wird das Fahrzeug, in dem sich das Ladegut befindet, bewegt, entstehen jedoch scheinbar vollkommen neue Kräfte, die oft als Trägheitskräfte bezeichnet werden. Sie stellen sich der Bewegungsrichtung des Fahrzeuges entgegen und sind extrem tückisch. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet dies nämlich, dass die Ladung nach einem plötzlichen Bremsmanöver weiterfahren will. Sie kann dann mit nahezu 80 Prozent ihres Gewichts nach vorne beschleunigt werden und wird selbst dann zu einer tödlichen Gefahr, wenn sie nur ein oder zwei Kilogramm auf die Waage bringt.

    Die Gefahr niemals unterschätzen

    Dass die Ladungssicherung so immens wichtig ist, zeigen aber auch vermeintlich harmlose Situationen. So wird das Ladegut bei Kurvenfahrten mit bis zu 50 Prozent des Eigengewichtes an die Seiten gedrückt, was ebenfalls fatale Folgen haben kann. In diesem Zusammenhang wird dann von Fliehkräften gesprochen. Die bereits erwähnten Trägheitskräfte machen sich wiederum beim Losfahren bemerkbar, wo sie die Güter ebenfalls mit bis zu 50 Prozent des Gewichtes nach hinten drücken. Unternehmer und Mitarbeiter in Logistikbetrieben sollten daher die Gefahr, die von der Ware ausgeht, niemals unterschätzen. Das Gleiche gilt natürlich auch für Privatpersonen, die im eigenen PKW oder Transporter verschiedene Güter von A nach B transportieren. Eine korrekte Ladungssicherung sollte daher in jedem Fall höchste Priorität haben. Doch diese muss heutzutage gar nicht aufwendig oder kompliziert zu montieren sein. Die Hilfsmittel, die den Unternehmen und Mitarbeitern mittlerweile zur Verfügung stehen, sind so ausgereift und technisch perfekt, dass sie kinderleicht angebracht und benutzt werden können.

    Wozu dient die Ladungssicherung eigentlich genau?

    Die Ladungssicherung soll das Umfallen, Verrutschen oder Herunterfallen von Gütern aller Art effizient verhindern. Maßnahmen, wie das sogenannte Niederzurren, und Hilfsmittel, wie beispielsweise Antirutschmatten, garantieren auch unterwegs und in brenzligen Situationen ein Höchstmaß an Sicherheit. Schwere Verkehrsunfälle, die unter Umständen sogar lebensbedrohliche Verletzungen mit sich führen, können auf diese Weise in vielen Fällen verhindert werden. Laut Ladungssicherungsgesetz, das in Paragraf 22 der Straßenverkehrsordnung verankert ist, besteht in ganz Deutschland die Pflicht, mitgeführte Ladung sicher zu verstauen. Wer gegen dieses Gesetz verstößt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Ganz zu Recht übrigens, denn schließlich stellt eine richtige Ladungssicherung heutzutage kein Problem mehr dar.

  • Wer trägt die Verantwortung für die richtige Ladungssicherung?

    Verantwortlich für die richtige Ladungssicherung sind alle am Transport Beteiligten. Das sind der Verantwortliche beim verladenden Unternehmen, der Fahrer und der Fahrzeughalter. Fahrer und Verlader müssen dafür sorgen, dass die Ladung ordnungsgemäß und sicher im Fahrzeug verstaut und gesichert wird. Sie darf selbst bei Bremsmanövern weder verrutschen noch umfallen und sollte zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr darstellen. Grundsätzlich trägt aber auch der Fahrzeughalter, bei dem es sich bei gewerblichen Transporten meist um den Unternehmer oder Betriebsinhaber handelt, eine Verantwortung, denn er muss dem Fahrer die entsprechenden Möglichkeiten und Hilfsmittel zur Ladungssicherung zur Verfügung stellen. Diese Verantwortung beginnt übrigens bereits bei der Anschaffung der Fahrzeuge, denn die erforderlichen Zurrpunkte müssen in jedem Fall vorhanden sein. Aber auch die Bereitstellung von Zurrketten, Antirutsch-Matten und anderen unverzichtbaren Produkten muss gewährleistet sein. Darüber hinaus muss der Unternehmer seine Mitarbeiter aber auch entsprechend unterweisen und schulen. Hier empfiehlt es sich, die betreffenden Angestellten mithilfe einer sogenannten Verfahrensanweisung zu unterrichten, und diese Unterweisung durch eine Unterschrift bestätigen zu lassen. Arbeitgeber verschaffen sich auf diese Weise eine hohe Rechtssicherheit in Bezug auf die Ladungssicherung, gleichzeitig werden aber auch die Angestellten für dieses wichtige Thema sensibilisiert.

    Beschädigte Versandstücke sofort vom Fahrzeug nehmen

    Fahrzeughalter und Fahrer sind aber nicht nur für die korrekte Ladungssicherung verantwortlich, sondern auch dafür, dass alle Ladegüter in einem einwandfreien Zustand sind. So muss beispielsweise ein Auslaufen von Flüssigkeit in jedem Fall verhindert werden, ist der entsprechende Behälter porös oder undicht, muss er sofort entfernt werden. Diese Vorsichtsmaßnahme gilt grundsätzlich für alle Versandstücke, das heißt, bei eventuellen Beschädigungen müssen sie sofort vom Fahrzeug genommen werden. Darüber hinaus sieht die Rechtslage so aus, dass die Polizei bei einer Kontrolle die Weiterfahrt untersagen darf, sofern von einer eventuell mangelhaft oder unzureichend gesicherten Ladung eine Gefahr ausgeht. Außerdem wird in diesen Fällen ein Bußgeld fällig, das je nach tatsächlichem Sachverhalt in der Höhe variieren kann.

    Sogar „Punkte“ sind möglich

    Wird bei einer Kontrolle oder gar im Rahmen einer Unfallaufnahme eine mangelhafte Ladungssicherung festgestellt, muss der Verantwortliche nicht nur ein Bußgeld in Kauf nehmen, sondern häufig auch Punkte in Flensburg. Wird bei einem Unfall ein Mensch verletzt oder womöglich sogar getötet, muss der Verantwortliche mit einer Strafanzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung, im schlimmsten Fall sogar wegen fahrlässiger Tötung rechnen. Solche Situationen sollten natürlich unter allen Umständen vermieden werden, denn die körperliche Unversehrtheit aller beteiligen und unbeteiligten Personen muss stets an erster Stelle stehen. Mit der richtigen Ladungssicherung ersparen sich Fahrzeughalter und Fahrer also nicht nur jede Menge Ärger, sie schützen damit auch gleichzeitig Menschenleben. Übrigens: Fahrzeuge dürfen selbstverständlich grundsätzlich niemals überladen werden, auch dies ist ein Vergehen, das mit einem Bußgeld geahndet wird.

  • Klemmbretter und Zwischenwandverschlüsse in Profi-Qualität: die moderne und sichere Lösung

    Klemmbretter und Zwischenwandverschlüsse werden heutzutage aus Stahl oder Aluminium hergestellt und sind somit sehr leicht. Da sie auch schräg angesetzt werden können, bieten sie nicht nur sehr gute, sondern vor allem auch vielseitige Sicherungsmöglichkeiten. Sie lassen sich ganz einfach auf die jeweilige Boardwand aufsetzen und müssen dann nur noch mit dem Klemmhebel gespannt werden. Klemmbretter / Zwischenwandverschlüsse eignen sich hervorragend für Pritschenaufbauten, Transporter, Anhänger und Planenaufbauten. Sie sichern Einweg- und Europaletten, Kartons und Gitterboxen sehr zuverlässig und reduzieren eine mögliche Kippgefahr auf ein Minimum. Experten raten daher auch ganz dringend, alte Klemmbretter möglichst umgehend gegen neue und somit auch geprüfte Ausführungen auszutauschen, da die alten Modelle keine absolute Sicherheit mehr bieten. Sie sind fast immer ungeprüft und verfügen nur über eine geringe Haltekraft.

    Geprüfte Sicherheit und Top-Markenqualität

    Unsere Klemmbretter / Zwischenwandverschlüsse wurden nach den aktuellsten technischen Erkenntnissen gefertigt und zeichnen sich durch eine erstklassige Verarbeitung aus. Sie werden vor dem Verkauf selbstverständlich sorgfältig überprüft und zum Teil sogar von DEKRA zertifiziert. Sie können sich also in jedem Fall auf unsere Produkte verlassen: Bei zahlreichen Kunden sind die Klemmbretter und

    Zwischenwandverschluss befestigt an Spriegel Zwischenwandverschluss befestigt an Spriegel

    Zwischenwandverschlüsse quasi im Dauereinsatz, sie zeigen auch nach einer längeren Zeit keinerlei Ermüdungserscheinungen und überzeugen durch ein Höchstmaß an Funktionalität und Sicherheit. Schauen Sie sich am besten gleich einmal unsere ausführlichen Beschreibungen an: Hier finden Sie alle technischen Details und Daten rund um unsere Klemmbretter und Zwischenwandverschlüsse. Außerdem erhalten Sie anhand unserer Produktfotos einen umfassenden Eindruck von den unterschiedlichen Ausführungen: In diesem Zusammenhang empfehlen wir Ihnen auch unsere praktische Zoom-Funktion, die selbst kleinste Details erkennbar macht. Bei Ihnen sind dennoch Fragen offen? Kein Problem: Über unsere Beratungshotline erreichen Sie werktags unsere Spezialisten und Experten, die Sie gerne individuell beraten.

    Das optimale Equipment für Ihren Betrieb

    Wenn Sie bereits ein wenig in unserem Shop gestöbert haben, ist Ihnen sicherlich bereits die außergewöhnliche Bandbreite unserer Produkte aufgefallen. Wir führen nicht nur professionelle und hochmoderne Klemmbretter und Zwischenwandverschlüsse, sondern darüber hinaus auch noch viele weitere Artikel rund um die Ladungssicherung und die Logistik. Egal, ob robuste Zurrgurte, zuverlässige Höhensicherungsgeräte oder praktische Antirutschmatten: Mit einem Einkauf in unserem Shop können Sie Ihren kompletten Betrieb von A bis Z absolut sicher und vorschriftsmäßig ausstatten! Profitieren Sie dabei von unseren günstigen Preisen und den sensationellen Monatsangeboten, auf viele Produkte gewähren wir Ihnen zudem einen interessanten Rabatt, falls Sie sich für eine bestimmte Mindestabnahmemenge entscheiden. Die Sicherheit in Ihrem Betrieb ist uns schließlich wichtig! Wir möchten, dass Menschenleben sorgfältig und konsequent geschützt werden und Ihr Ladegut stets unbeschadet am geplanten Zielort ankommt. Unsere Klemmbretter und Zwischenwandverschlüssen leisten dazu bereits einen wichtigen Beitrag.

  • Lasi-Check - Checkliste für den sicheren KEP-Transport

    Kurier-, Express- und Paketdienste (kurz KEP) spielen im Transportwesen eine immer wichtigere Rolle. Denn die agilen KEP-Transporter sind besonders schnell und wendig und ermöglichen daher eine besonders rasche Zustellung der Fracht. Mit zunehmender Geschwindigkeit steigen aber auch die Anforderungen an die Ladungssicherung. Wird die Fracht nicht ausreichend gesichert, drohen empfindliche Strafen.

    Ladungssicherung bei KEP-Transportern besonders wichtig

    Je größer die Fahrgeschwindigkeit eines KEP-Transporters ist, umso stärker sind auch die Massenkräfte der Fracht, die auf ihn einwirken. So betragen die Massenkräfte bei einem KEP-Transporter mit einem zulässigen Gesamtgewicht von zwei bis dreieinhalb Tonnen bei einer Beladung von einer Tonne 0,8 Tonnen nach vorne, 0,5 Tonnen nach hinten und 0,5 Tonnen zur Seite. In riskanten Fahrsituationen - wie zum Beispiel bei einer Vollbremsung - kann sich eine ungesicherte Fracht schnell verselbständigen und erhebliche Schäden verursachen. Der Sicherung der Fracht kommt daher bei jedem Transport große Bedeutung zu.

    Was bei der Ladungssicherung zu berücksichtigen ist

    Bereits vor dem Beladen sollte festgestellt werden, ob das Fahrzeug überhaupt für KEP geeignet ist. Sodann ist der sogenannte Gleitreibbeiwert zu ermitteln - je höher dieser Wert ist, desto kleiner ist die aufzubringende Sicherungskraft. (Praxis-Tipp: Wenn Anti-Rutschmatten verwendet werden, wird ein deutlich höherer Gleitreibbeiwert erzielt.) Schließlich sollte beachtet werden, wie groß die Kräfte sein dürfen, die höchstens auf die Wände des Laderaumes einwirken dürfen, und wo sich die Zurrpunkte befinden, an denen die Sicherungsgurte befestigt werden können. Ist das erledigt, kann mit dem Beladen begonnen werden. Hierbei gilt grundsätzlich: schwere Fracht gehört nach unten, leichte nach oben. Zudem sind die Abstände zwischen den Transportgütern sowie zwischen der Ladung und den Wänden des Laderaumes möglichst gering zu halten. Die Maximalbeladung darf nicht überschritten werden, und wenn sich Gefahrgüter in der Ladung befinden, ist zu überprüfen, ob der Transport mit allen anderen Gütern "an Bord" zuläsig ist. Ist die Ladung verstaut, ist sie mit Sicherungsnetzen, Zurrgurten und anderen Mitteln zu sichern. Werden Teile der Ladung während des Transportes entladen, ist die Sicherung an die veränderte Ladung anzupassen.

    Hohe Strafen bei ungesicherter Ladung

    Ist die Ladung eines KEP-Fahrzeugs nicht ordnungsgemäß gesichert, droht dem Verlader in jedem Fall eine Geldstrafe von 50 Euro und ein Punkt im Verkehrszentralregister (VZR) - und das bereits dann, wenn keine Gefährdung und kein Schaden eingetreten sind. Kommt es zusätzlich zu einer Gefährdung durch ungesichertes Transportgut, erhöht sich die Geldstrafe auf 75 Euro, und es werden drei Punkte ins VZR eingetragen. Tritt ein Schaden ein, steigt die Geldstrafe auf 100 Euro.

  • Checkliste für LKW- und Berufskraftfahrer

    Lkw- und Berufskraftfahrer haben einen interessanten und abwechslungsreichen Job, der aber auch mit erheblichen Risiken verbunden ist. Mögliche Gefahren können vom Fernverkehr allgemein, vom Fahrzeug, von anderen Fahrern oder auch von der Ladung ausgehen. Um diese Gefahren zu minimieren, haben die "Union Internationale des Chauffeurs Routiers" (UICR) und die "Internationale Road Transport Union" (IRU) Richtlinien für mehr Sicherheit erarbeitet und in Form einer Checkliste zusammengestellt. Bei einer gewissenhaften Beachtung dieser Checklisten kann jeder Fahrer den ungeliebten Fahrzeugkontrollen gelassen entgegen sehen.

    - Fahrzeug allgemein

    Die Prüfungen und Kontrollen beginnen bereits lange vor dem Anlassen des Motors. Zunächst sollte das Fahrzeug selbst hinsichtlich Funktionen und Ausstattung eingehend begutachtet werden. Bei den Fahrzeugfunktionen erfolgt einer Kontrolle aller Leuchten und Lampen wie Brems- und Begrenzungsleuchten, Warn- und Richtungsblinker sowie aller Scheinwerfer. Auch passende Ersatzleuchtmittel und eine Taschenlampe sollten mit an Bord sein. Sofern vorhanden gehören auch spezielle Lkw-Systeme wie Navigation oder Fahrtenschreiber mit dazu und auch die alle benötigten Papiere sollten vollständig und aktuell sein.

    Zwingend notwendig ist entsprechend der Checklisten außerdem eine Prüfung der mechanischen Fahrzeugkomponenten. Hierunter fallen beispielsweise das Federungssystem oder auch die Räder (Profil, Druck, Radschrauben), wobei hier auch das Ersatzrad nicht vergessen werden darf.

    Empfohlen wird vor Antritt der Fahrt außerdem ein genauer Blick auf alle im Lkw befindlichen Flüssigkeiten. Die Aufmerksamkeit sollte dabei den Behältern für Öl, Brems- und Kühlflüssigkeit und dem Waschwasser für die Frontscheiben sowie allen Anschlüssen gelten.

    Der letzte Bereich, den die Checkliste enthält, sind die elektrischen und mechanischen Anschlüsse des Fahrzeugs. Angefangen bei der Stromversorgung durch die Fahrzeugbatterie über die Schnittstellen für die Pneumatik bis zur Anhängerkupplung und den Aufliegerstützen sind diese Fahrzeuganschlüsse ein wesentlicher Sicherheitspunkt des Wagens.

    - Ausrüstung des Fahrzeugs

    Sowohl die Checklisten wie auch mögliche Fahrzeugkontrollen durch die Polizei umfassen hier zunächst Ausrüstungsdinge wie die Warnweste, einen Feuerlöscher, das Warndreieck, Bremskeile und die Bordapotheke. In den Wintermonaten kommen außerdem noch Schneeketten, Kratzer und Besen hinzu.

    - Ladungssicherung

    Letzter Punkt auf den Checklisten von UICR und IRU ist eine korrekte und stabile Sicherung der Ladung. Die sollte auf der Ladefläche gleichmäßig verteilt und mittels Antirutschmatten, Kantenschutzwinkeln und Zurrgurten oder Ketten gegen Verrutschen gesichert sein. Ferner umfasst die Checkliste eine Prüfung der Fahrzeugplane auf eine korrekte Befestigung und eventuelle Schäden hin.

    - Sicherheit auf der Straße

    Auch während einer Tour kann das Beachten einiger Sicherheitshinweise vor bösen Überraschungen bei Fahrzeugkontrollen und Zwischenstopps schützen. Selbstverständlich sein sollten eigentlich das Anlegen der Sicherheitsgurte, das strikte Alkohol- und Handyverbot (ohne Freisprecheinrichtung) und das Einhalten der Lenk- und Ruhezeiten. Beim Parken sollten ferner - insbesondere nachts - immer beleuchtete und ggf. gesicherte Parkplätze bevorzugt werden.

    Viele Punkte der Checklisten sollten eigentlich selbstverständlich sein. Wer aber die Checks verinnerlicht, tut sich, dem Chef und den anderen Autofahrern viel Gutes und hat dementsprechend größtmögliche Freude an fremden Straßen, anderen Ländern und neuen Erfahrungen.

  • Formschlüssige und kraftschlüssige Ladungssicherung

    Bei der Beförderung von Frachtgütern können physikalische Bewegungskräfte eine unerwünschte Ladungsverschiebung auslösen. Im Straßentransport kann die Ladung beim Beschleunigen nach hinten verrutschen, beim Bremsen wirken diese Kräfte in Fahrtrichtung. Fährt der Ladungstransporter durch eine Kurve, kann sich das Frachtgut ohne ausreichende Sicherung seitlich verschieben und gefährliche Situationen auslösen. Die Ladung muss ebenfalls gegen auftretende vertikale Kräfte gesichert sein, die bei einer Fahrt auf unebenen Straßen auftreten. Die steigende Vielfalt der Frachtgüter und das permanent wachsende Güteraufkommen stellen immer wieder neue Ansprüche an die regelkonforme Ladungssicherung. Die Sicherheit aller Beteiligten muss deshalb beim Ladungstransport oberstes Ziel sein. Ladungen können auf verschiedene Arten gesichert werden. Es gibt die formschlüssige und die kraftschlüssige Ladungssicherung.

    Formschlüssige Ladungssicherung
    Bei der formschlüssigen Sicherung werden die Ladungseinheiten so positioniert, dass ein Verrutschen des Frachtgutes unmöglich ist. Das Ladegut wird beispielsweise an die Stirnwand des Transportfahrzeuges angelegt und die Lücken mit Leerpaletten ausgefüllt. Das Direktzurren und das Diagonalzurren zählen ebenfalls zur Kategorie der formschlüssigen Sicherung. Beim Diagonalzurren und beim Direktzurren stehen den Verantwortlichen diverse Hilfsmittel zur Verfügung. Mit Zurrketten, Zurrdrahtseilen und Zurrgurten wird die Ladung bei dieser Sicherungsart gegen eine Verschiebung erfolgreich geschützt.

    Kraftschlüssige Sicherung der Ladung
    Das Niederzurren gewährleistet eine kraftschlüssige Sicherung der Ladung. Beim Niederzurren pressen Zurrgurte das Transportgut auf die Ladefläche. Geeignete Unterlagen erhöhen die Reibungskraft und verhindern ein Verrutschen der Ladung.

    Die Wahl der richtigen Sicherung
    Die richtige Sicherung des zu befördernden Frachtgutes ist für den Fahrzeugfahrer genauso wichtig wie für die anderen Verkehrsteilnehmer. Eine gar nicht oder schlecht gesicherte Ladung kann durch Verrutschen zu einer lebensbedrohlichen Gefahr werden. Die gewählte Form der Sicherung ist abhängig von dem zur Verfügung stehenden Fahrzeug und dem zu befördernden Transportgut. Die unterschiedlichen Arten der Sicherung bedürfen auch unterschiedlichen Hilfsmitteln. Bei der kraftschlüssigen Sicherungsmethode wird das Transportgut auf den Boden der Ladefläche gepresst. Das geschieht beispielsweise durch den Einsatz von Spanngurten. Mittels Antirutschmatten wird der Reibwert des Ladeguts zwischen den Reibpartner wie beispielsweise der Euroholzpalette und den benutzten Siebdruckboden deutlich erhöht und das Verrutschen des Transportgutes verhindert.
    Bei der formschlüssigen Art muss die zu transportierende Ladung lückenlos verladen werden. Lücken müssen beispielsweise mit Europaletten gesichert werden. Werden auf der Tour Teile der Ladung ausgeliefert, gibt es Probleme bei dieser Ladungssicherungsart. Eine Abhilfe schafft die Mitnahme von weiteren Sicherungsmitteln, die nach dem Abladen der Teilladung die entstandenen Lücken wieder schließen.

  • Zurrmittel

    Zurrmittel zählen laut VDI Richtlinie 2700 (Bestimmungen zur 'Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen') zu den unverzichtbaren Hilfsmitteln zur fachgerechten Sicherung von Ladungen und sollen dazu beitragen, ladungsbedingte Unfälle zu verhindern. Der Sammelbegriff des meist aus Polyester gefertigten Zurrmittels umfasst dabei sowohl Zurrketten als auch Zurrgurte und Zurrdrahtseile. Der VDI Richtlinie 2700 sind unter anderem Angaben zu Zurrmittelarten sowie zu obligatorischen Qualitätsprüfungen der Mittel zu entnehmen.

    Anforderungen an Zurrmittel:
    Ein zum Zweck des Zurrens zugelassenes Sicherungselement muss über ein komplettes und gut leserliches Kennzeichnungsetikett verfügen, dem u.a. Produkthersteller sowie Zurrkraft, Handkraft und Vorspannkraft zu entnehmen sind. Zweiteilige Sicherungselemente bedürfen einer doppelten (sowohl an Fest- als auch an Losende) Kennzeichnung. Als ungeeignet gelten dem Zurren dienende Mittel beispielsweise bei vorliegenden Verformungen, schadhaften tragenden Nähten, Verschleißerscheinungen, übermäßigen Einschnitten bzw. Brüchen (über 10 % eines Gurtquerschnittes sind betroffen) oder gebrochenen Spannhebeln und/oder Haken. Auch Materialschäden aufgrund von einwirkenden aggressiven Stoffen können zu einer Unbrauchbarkeit entsprechender Gurte führen. Zurrketten müssen über ausreichende Sicherungselemente wie Hakensicherung bzw. Spindel-Ausdrehsicherung verfügen. Zulässige Gurte/Ketten dürfen darüber hinaus keine CE-Kennzeichnung aufweisen.

    Fachgerechte Nutzung von Zurrgurten und -ketten:
    Damit Zurrketten und -gurte in ausreichendem Maße der Ladungssicherung dienen können, sind bei der Anwendung verschiedene Grundsätze zu beachten. Produktspezifische Vorgaben sind dabei einer obligatorisch vorhandenen Bedienungsanleitung zu entnehmen. Im Allgemeinen ist es beispielsweise unzulässig, Gurte und/oder Ketten zu kürzen, zu überlasten oder miteinander zu verknoten. Auch ein während des Zurrens erfolgendes Verdrehen von Gurt bzw. Kette kann die Ladungssicherung beeinträchtigen. Die dem Zurren dienenden Elemente sind nicht zum Heben einzusetzen und müssen zur Sicherung scharfkantiger Ladegüter in Verbindung mit Kantengleitern bzw. Kantenschutz angewendet werden. An Gurten vorhandene Spannelemente bedürfen einer nach dem Spannvorgang erfolgenden Arretierung und sind nicht mit Verlängerungen zu spannen. Verbindungselemente sind lediglich dann auf zulässige Weise anzuwenden, wenn bspw. Flach- oder Spitzhaken Belastung aufweisen.
    Die Ladungssicherung ist nach jeweils angemessenen Fahrstrecken zu überprüfen. Vor dem Lösen von Zurrgurt bzw. -kette muss schließlich zunächst kontrolliert werden, dass die Ladung auch ohne Sicherung stabil steht - so können Personenschäden durch herabstürzende Ladungselemente verhindert werden.

    Qualitätskontrolle:
    Um die Unversehrtheit von zum Zurren verwendeten Produkten zu gewährleisten, sind Letztere vonseiten des Betriebes mindestens einmal jährlich zu prüfen. Eine entsprechende Kontrolle ist dabei schriftlich zu dokumentieren. Im Falle entdeckter Mängel darf das Element zur Ladungssicherung nicht mehr genutzt werden - können Schäden eines Sicherungsmittels durch Reparaturmaßnahmen in ausreichendem Maße behoben werden, dürfen entsprechende Arbeiten ausschließlich durch sachkundige Personen erfolgen.

  • VDI 2700 Blatt 15 Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen - Rutschhemmende Materialien

    Die VDI-Richtlinie 2700 regelt eine sachgerechte Ladungssicherung - das im Mai 2009 ausgegebene Blatt 15 umfasst dabei Angaben zu rutschhemmenden Materialien (RHM) in ihrem Einsatz auf Straßenfahrzeugen und zu Reibungsarten.

    Überblick:
    Regelungen des Blattes 15 der VDI-Richtlinie verfolgen den Zweck, Ladungen gefahrlos und unter Berücksichtigung geltender Sicherheitsbestimmungen zu einem Zielort zu transportieren. Um eine solche Transportsicherheit zu gewährleisten, ist ein fachgerechter Einsatz von Rutschhemmenden-Materialien (RHM) unerlässlich - in korrekter Positionierung sollen eingesetzte RHM laut Richtlinie so unter der Ladung platziert sein, dass sie ohne Ladungsmanipulation aus allen Richtungen sichtbar sind. Hintergrund ist der, dass ein stellenweiser Ladungskontakt mit der Ladefläche zu einem geringeren Reibbeiwert führt. In der Folge können Gefahrensituationen provoziert werden.
    Blatt 15 stellt weiterhin dar, dass vor allem die Transportbedingungen eine entscheidende Rolle bei der Wahl geeigneter rutschhemmender Materialien spielen. Auch die Auswahl eines Sicherungsverfahrens soll nach Angaben der Richtlinie auf der Basis entsprechender Transportbedingungen erfolgen. Weitere zu berücksichtigende Aspekte sind dabei Ladeflächenbeschaffenheit sowie Ladungsmaterial, -gewicht und -abmessungen. Anti-Rutsch-Matten (ARM) stehen im besonderen Fokus des Blattes - so werden sowohl bzgl. entsprechender Matten als auch weiterer rutschhemmender Materialien Angaben zu Handhabung und Sicherheitsanforderungen gemacht. Darüber hinaus sind Blatt 15 Hinweise zu Einsatz, Überprüfung und Ablegekriterien von ARM und RHM zu entnehmen.

    Inhaltsverzeichnis Blatt 15:
    Im Einzelnen enthält Blatt 15 zunächst Informationen über rutschhemmende Werkstoffe. Im weiteren Verlauf erfolgt eine Beleuchtung einzelner Materialien hinsichtlich deren technologischer Eigenschaften wie etwa Dehnung oder Verformungsverhalten sowie weiterer Faktoren.
    Rutschhemmende Materialien, die in Blatt 15 der VDI-Richtlinie 2700 eingehend betrachtet werden, sind (entsprechend ihrer im Inhaltsverzeichnis erfolgenden Erwähnung): Anti-Rutsch-Matten (ARM) mit Hohlraumanteil, Anti-Rutsch-Matten aus Vollmaterial, rutschhemmend beschichtetes Fasermaterial (Filz), rutschhemmend beschichtete Vollpappe, rutschhemmend beschichtete Wellpappe/Pappe mit innenliegendem Trägermaterial aus Kunststoffen, beidseitig rutschhemmend beschichtetes Gewebe, beidseitig rutschhemmend ausgerüstete textile Gewebeprodukte sowie rutschhemmende Bodenbeläge.

    Einleitende Erläuterungen:
    Einleitende Worte des Blattes 15 beschreiben Grundlagen der Ladungssicherung, bei der die Reibung (als entscheidende Größe) als Widerstandskraft anzusehen ist, die sich gegen ein mögliches Verrutschen der Ladung auf deren Untergrund richtet. Definiert wird des Weiteren, dass anstelle der Haftreibung die Gleitreibung zu berücksichtigen ist, um die Ladungssicherung praxisgerecht zu beurteilen. Schließlich wird die Wichtigkeit unterstrichen, Ladungen nicht lediglich mithilfe von Reibung, sondern durch zusätzliche Maßnahmen (wie etwa Kraftschluss) zu sichern. Begründet wird dies durch die negative Beeinflussbarkeit einer herrschenden vertikalen Anpresskraft der Ladung durch äußere Umstände wie beispielsweise unebenen Fahrbahnen.

  • Ablegereife von Antirutschmatten

    Werden Güter in Straßenfahrzeugen transportiert, ist die Ladungssicherung oberstes Gebot. Bereits Privatpersonen müssen sich an diverse Vorschriften halten, bei Firmen ist dies unerlässlich. Unfälle, die durch verrutschende Ladungen zustande kommen, sind nicht nur wegen verzögerter Zustellungen ärgerlich, sie können je nach Ladung auch lebensgefährlich für Fahrer und Beteiligte werden. Verantwortlich für die Ladungssicherung sind alle für den Transport Zuständigen, beispielsweise Fahrer, Halter und Verlader. Zur Unterstützung werden daher rutschhemmende Materialien wie Antirutschmatten eingesetzt. Sie müssen der Norm VDI 2700 Blatt 15 genügen. Auch ihre Ablegereife unterliegt festen Kriterien. Unter Ablegereife wird der Zeitpunkt verstanden, zu dem die Antirutschmatten ausgedient haben und entsorgt werden.

    Rutschhemmende Materialien für mehr Standsicherheit

    Der normale Innenraum eines Transporters bietet beispielsweise einen reinen Metallboden oder einen gebrauchten, besenreinen Siebdruckboden. Paletten stehen hierauf keinesfalls sicher. Sind sie hoch oder mit problematischer Ware beladen, würden sie bereits in der nächsten Kurve, auf schlechten Straßen und bei einer normalen Bremsung vor roter Ampel in gefährliche Schieflage geraten beziehungsweise rutschen. Beschädigungen der Inhalte und Verzögerungen bei der Lieferung wären noch das kleinste Übel. Zur Ladungssicherheit gehört der feste Stand von Kartonagen, Paletten, Gerätschaften und jedem einzelnen Ladegut mindestens zu 80 Prozent in Fahrtrichtung und zu 50 Prozent nach hinten sowie zur Seite gesichert werden müssen. Bei Transportern oder Pkws können aber auch wesentlich höhere Bremskräfte auftreten.
    Antirutschmatte MT2000 bunt_MG_9197
    Eine erste Maßnahme sind rutschhemmende Materialien, beispielsweise eine entsprechende Beschichtung der Ladefläche. Dazu kommen Matten, die sich jeder Kontur anpassen und mehrfach verwendet werden können. Jede Antirutschmaßnahme bedeutet nicht nur mehr Sicherheit, sondern ebenso den verringerten Einsatz von Spanngurten und anderen Hilfsmitteln. Die Matten werden dabei in der Weise unter das Ladegut gelegt, dass sie ohne ein Verrücken oder Anheben der Ladung von außen zu sehen sind.

    Strenge Kriterien für mehr Sicherheit

    Aufgrund der hohen Belastungen, die eine Antirutschmatte erfahren kann beziehungsweise aushalten muss, ist sie nach VDI 2700 Blatt 15 zu prüfen auf ihre Ablegereife sowie auf den Reibbeiwert, auch Gleitreibbeiwert genannt. Dieser sollte mindestens 0,6 µ (gesprochen: mü) betragen - 0 µ bedeutet "glatt" - und hält damit normalen technischen Belastungen Stand. Das Messergebnis gilt für nasse wie trockene Oberflächen und übertrifft damit beispielsweise die Reibbeiwerte von Holz auf Metall oder Beton auf Holz.

    Entsprechend ist die Matte durch eine neue zu ersetzen, wenn die Ladungssicherung nicht mehr gewährleistet werden kann, weil die Matte ihre Eigenschaften als rutschhemmendes Material verliert. Dieser Zustand ist erreicht bei dauerhaften Druckstellen, Rissen, ausgebrochenen Teilen oder Verunreinigungen. Unser Tipp: Verwenden Sie eine qualitativ hochwertige Matte mit einer hohen Reißfestigkeit. Bei regelmäßiger Reinigung können Sie sie bis zu 100 Mal einsetzen.

    Zwar ist der Einsatz dieser hochwertigen Matten etwas teurer als bisherige preiswerte Alternativen, aber die Sicherheit von Ladung und Fahrer sind diesen präventiven Einsatz unbedingt wert.

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