Ladungssicherung

  • Spanngurte richtig benutzen

    Zurrgurte bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Ladungssicherung und sollten bei keinem Transport fehlen. Egal ob im privaten PKW, dem Anhänger, im Sprinter oder im Lkw. Für jeden Anwendungszweck sind passende Zurrgurte verfügbar. Die kleinen Universalhelfer der Ladungssicherung gibt es in 1-teiligen und 2-teiligen Varianten.

    In dieser Anleitung werden wir uns mit den zweiteiligen Zurrgurten befassen.

    2-teilige Spanngurte richtig benutzen

    Vor dem Beginn des Ladungssicherungs-Vorgangs erfolgt eine optische Überprüfung des Spanngurts. Diese beinhaltet das Untersuchen des Gurtbandes und des Etiketts auf Beschädigungen oder andere Mängel. Sollte das Gurtband mehr als 10% eingerissen sein, befinden sich Löcher im Material oder ist die Ratsche verbogen darf der Spanngurt nicht mehr für die Ladungssicherung verwendet werden und muss entsorgt werden. Außerdem ist der LC-Wert des Gurtes zu überprüfen. Dieser gibt an, was der Gurt an Last aufnehmen kann und ob er für das Gewicht der zu sichernden Ladung ausreicht. Es können auch problemlos mehrere Spanngurte verwendet werden, um damit das Gewicht der Ladung zu sichern. Um einem Ausfall eines einzelnen Gurtes vorzubeugen empfehlen wir sogar grundsätzlich mindestens zwei Gurte zu verwenden. Der LC-Wert in der Umreifung ist grundsätzlich doppelt so groß, wie der LC-Wert im geraden Zug. Bei der Verwendung von zweiteiligen Gurten ist der LC-Wert für den geraden Zug relevant. LC steht hier im Übrigen für den Begriff „Lashing Capacity“ und bedeutet so viel wie Zurrkapazität.
    Das Los- sowie das Festende des Gurtes muss an Zurrpunkten befestigt werden. Meistens funktioniert das mit Doppelspitzhaken oder Fittingen im Boden des Laderaums (siehe Blogeintrag „Zurrpunkte an Fahrzeugen“). Andere Endbeschläge von Zurrgurten sind z.B. Flachhaken mit Sicherung, Karabinerhaken mit Sicherung, Klauenhaken, S-Haken und Wirbelhaken. Abhängig von der Stärke und Menge verfügbarer Zurrpunkte im Fahrzeug, kann so der richtige Endbeschlag ausgewählt werden. In jedem Fall ist jedoch zu beachten, dass der LC-Wert des Gurtes im geraden Zug nicht die Haltekraft der Zurröse überschreitet!
    Außerdem muss die Richtung, in der man den Haken in der Zurröse befestigt, beachtet werden. Nicht jeder Gurt bzw. Endbeschlag passt zu jeder Öse. Single-Stud-Fittinge passen beispielsweise nur in Airlineschienen. Beim Einhaken muss der Hakengrund des Endbeschlags, also nicht die Spitze, belastet werden. Sitzt der Haken an Ecken oder wird in nicht zugelassenen Ösen befestigt, wird die Haltekraft beeinträchtigt.
    Im Anschluss muss das Losende durch die Ratsche gefädelt und festgezogen werden. Danach kann mit der Verzurrung begonnen werden. Die Handkraft wird mit dem SHF-Wert (Standard Hand Force) beschrieben. Also welche Kraft unser Arm aufbringen muss, um den STF-Wert zu erreichen. STF steht hierbei für Standard Tension Force, also die Vorspannkraft mit der die Ladung auf die Ladefläche gedrückt wird. 1 daN entspricht dabei ca. 1 kg. Somit zurrt man mit einem Gurt mit einem STF-Wert von 500 daN das Ladegut mit 500 kg von oben auf den Ladeboden. Der STF-Wert gilt nur beim Niederzurren.
    Zum Abschluss sollte nochmals überprüft werden, ob alles fest und sicher verzurrt, die Ratsche geschlossen ist und die Haken alle korrekt in den Zurrösen befestigt sind.

  • Ladungssicherung im Pkw

    Jeder spricht von Ladungssicherung im Lkw oder Kleintransporter. Aber was ist mit den Fahrzeugen des täglichen Lebens. Jeden Tag fahren Millionen von Autos auf unseren Straßen und transportieren Menschen und Sachwerte. Gleichfalls hört man in den Nachrichten von schweren Unfällen, wo es teilweise sogar Menschenleben gekostet hat. Nicht immer ist fehlende Ladungssicherung der Grund dafür. Aber für uns ein Bedürfnis, diese Sache etwas näher zu betrachten.

    Mal eben zum Baumarkt, schnell noch den Wocheneinkauf tätigen, Kofferraum packen für den Urlaub oder Wasserkisten beim Getränkehändler einladen. Sehr häufig werden diese Gegenstände nicht sicher und rutschfest verladen, so dass bei einem plötzlichen Bremsmanöver ein Verrutschen oder ein Fliegen durch den Pkw-Innenraum die Folgen sind.

    Eine einfache Rechnung macht es deutlich. Schon bei einer Vollbremsung mit Tempo 50 km/h erreicht ein Gegenstand das 50-fache seines Eigengewichts. Somit wird eine 20 kg Wasserkiste zu einer Tonne / 1.000 kg! Unvorstellbar, was die Folgen sind, wenn sich dieser Gegenstand in Bewegung setzt und quer durchs Auto fliegt.

    In der Praxis bedeuten diese Umstände, das wie bei Lkw und Kleintransporter, Fahrzeug und Ladung aufeinander abgestimmt sein müssen. Je nach Ladung sollten sogenannte Ladungssicherungsmittel vorgehalten und verwendet werden. In diesem Fall sind das eine rutschhemmende Kofferraummatte (Antirutschmatte), ein Netz zur Ladungssicherung und 25 mm Zurrgurte  in verschiedenen Längen um flexibel eine ordnungsgemäße Sicherung der Ladung im Pkw durchführen zu können.

    Natürlich sollte das Transportfahrzeug für die Ladung geeignet sein. Wer sich mit offenen Augen auf Parkplätzen eines schwedischen Möbelhauses umschaut stellt fest, dass dies oft nicht der Fall ist. Kofferraumklappen stehen offen, Dachfenster werden geöffnet und lange Pakete reichen vom Kofferraum bis unter die Windschutzscheibe des Pkw.
    Dabei ist es ganz leicht ordnungsgemäße Ladungssicherung zu betreiben. Jeder moderne Pkw- Kofferraum besitzt Zurrösen, in die man Zurrgurte und Netze einhängen kann um Ladung zu sichern. Diese Zurrösen besitzen in der heutigen Zeit und je nach Modell ca. 300 – 350 daN Nennzugkraft pro Öse. Sollte das bei älteren Modellen nicht der Fall sein, so gibt es andere Möglichkeiten. Zum Beispiel das Laden im Formschluss. Dies bedeutet: Ein Stauen der Ladung, beginnend an der Rückbank mit einer Antirutschmatte als Unterlage. Schließen Sie immer vorhandene Kofferraumabdeckungen. Diese verhindern, dass Ladung bei Bremsmanövern durch den Fahrerraum fliegen. Zum Nachrüsten gibt es Trenngitter, welche flexibel hinter den Rücksitzen installiert werden können. Je nach Wunsch, können das Netze oder auch Alugestelle sein, die entweder verspannt oder auch in vorhandene Ösen eingehängt werden. Viele Automobilhersteller bieten hierzu fahrzeugspezifische Lösungen an.

    Beachten Sie immer Gewicht, Volumen und Abmessungen Ihrer Ladung und überlegen Sie, ob Ihr Pkw das richtige Transportmittel hierfür ist. Letzten Endes gilt egal ob für Lkw, Pkw oder Kleintransporter die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), §22 (1).

    „Die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können. Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten.“

  • Der Lastverteilungsplan im Fahrzeug

    Nach der VDI Richtlinie 2700 Blatt 4, muss die Ladung so gesichert werden, dass sich der Schwerpunkt der gesamten Ladung über der Längsmittelinie des Fahrzeugs befindet. Dabei sollte der Schwerpunkt des Fahrzeugs so niedrig wie möglich liegen. Außerdem darf das Fahrzeug nicht überladen sein.
    Um die maximal zulässige Nutzlast eines Fahrzeugs ausnutzen zu können muss ein individuell auf das Fahrzeug abgestimmter Lastverteilungsplan vorliegen. Dieser ist abhängig von Fläche und Nutzung der Ladeoberfläche, Achslasten, Leermasse, Gesamtmasse und Achsabstand. Auch Fahrzeuganbauten wie zum Beispiel Kräne oder Anhänger können sich auf die Lastverteilung des Fahrzeugs auswirken und müssen bei der Berechnung mit einbezogen werden.

    Da sich diese Faktoren bei vielen Pkw, Transportern und Lkw stark unterscheiden ist die Verwendung eines allgemeinen Lastverteilungsplans nicht möglich. Um eine ordnungsgemäße und sichere Beladung des Fahrzeugs zu gewährleisten ist vorher der Lastverteilungsplan zu prüfen.
    Durch nicht beachten des Lastverteilungsplans, können zum Beispiel die Achslasten des Fahrtzeugs überschritten werden, was in erheblichen Beeinträchtigungen des Lenk- und Bremsverhaltens resultiert und zu vermeidbaren Unfällen mit Schäden an Menschen und Geldwerten führt.
    Bei der Verladung von Mischladung (Ladung mit verschiedenen Größen und Gewichten), muss außerdem der Gesamtschwerpunkt (Sres) berechnet werden (siehe Formel):

    Sres=(m1 x S1+m2 x S2+m3 x S3+⋯)/(m1+m2+m3+⋯)

    m1,2,3         = Gewicht des jeweiligen Ladegutes in Tonnen
    S1,2,3        = Schwerpunktabstand des jeweiligen Ladegutes zur Stirnwand in Metern
    Für die Berechnung des Lastverteilungsplans existieren zahlreiche Berechnungsprogramme, mit denen der Verlader auf Grundlage der VDI 2700 Bl. 4 den Beladungsplan und den Gesamtschwerpunkt für Lastkraftwagen, Gelenkdeichsel- und Starrdeichselanhänger, Sattelanhänger, Kurierfahrzeuge und andere Fahrzeuge berechnen kann.

  • Zurrpunkte an Fahrzeugen

    Seit 1993 müssen Pritschenfahrzeuge, Kleintransporter und Lkw-Tieflader, die gewerblich zur Güterbeförderung verwendet werden (DIN EN 12640), mit Zurrpunkten ausgestattet sein. Ausgenommen davon sind Fahrzeuge, die ausschließlich für den Transport von Schüttgütern oder für besondere Güter verwendet werden. Es ist jedoch zu empfehlen, Anhänger, die Schüttgüter transportieren, ebenfalls mit Zurrpunkten auszustatten, da diese in der Praxis häufig zum Gütertransport verwendet werden.
    Der Zurrpunkt überträgt die durch den Zurrgurt oder durch die Zurrkette eingeleiteten Kräfte auf tragende Bauteile des Fahrzeuges. Wenn man Zurrmulden auf der Ladefläche nachrüsten möchte, sollte man auf jeden Fall beachten, dass diese mit ausreichenden Schrauben stabil befestigt sind und mit tragenden Fahrzeugteilen Verbindung haben. Zurrmulden aus Stahl werden mit dem Fahrzeugrahmen verschweißt. Diese Arbeiten dürfen nur durch fachmännisches Personal durchgeführt werden. Ihr Fahrzeugbauer vor Ort hilft hierbei gerne weiter. Beim Einbau muss man darauf achten, dass die Zurrpunkte im eingeklappten Zustand nicht über die Ladeflächenebene nach oben hinausragen.

    In der DIN EN 12640 ist zudem geregelt, dass an der Stirnwand mindestens zwei Zurrpunkte vorhanden sein müssen. In der Breite des Lkw dürfen die Zurrmulden maximal 25 cm von der seitlichen Begrenzung der Ladefläche entfernt sein.

    In der Länge der Ladefläche darf der Abstand zwischen der Stirnwand und dem ersten Zurrpunkt sowie zwischen dem Ende der Ladefläche und dem letzten Zurrpunkt maximal einen Abstand von 50 cm haben. Der Abstand zwischen den Zurrpunkten darf maximal 120 cm betragen.

    Zusätzlich ist in der DIN EN 12640 festgelegt, dass jedes Fahrzeug mit Zurrpunkten, an einer gut einsehbaren Stelle, ein Hinweisschild mit der zulässigen Zugkraft der Zurrpunkte besitzen muss.

    Verschiedene Modelle von Zurrpunkten zum Nachrüsten finden Sie in unserem Webshop in der Kategorie „Zurrpunkte“.

  • Kraftschlüssige Ladungssicherung

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    Es wird grundsätzlich zwischen kraftschlüssiger und formschlüssiger Ladungssicherung unterschieden. Beide Herangehensweisen unterscheiden sich grundlegend in ihrer Philosophie, sind aber jeweils zur Ladungssicherung zugelassen und können für optimale Absicherung auch miteinander kombiniert werden. Bei der kraftschlüssigen Ladungssicherung wird die Ladung durch Niederzurren auf die Ladefläche gedrückt und somit vor dem Verrutschen geschützt. Das geschieht mit Zurrmitteln wie zum Beispiel Spanngurten oder Zurrketten. Dabei ist zu beachten, dass der Winkel α (siehe Bild) so groß wie möglich ist. Je flacher der Winkel, desto ineffizienter wirkt die Kraft des Gurts. Für einen großen Winkel muss die Ladung möglichst nah an den Zurrösen im Ladeboden stehen.

    Bei Fahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse von über 3,5 Tonnen sind in Fahrtrichtung 80 % und in Querrichtung sowie entgegen der Fahrtrichtung 50 % des Gewichts der Ladung zu sichern. Die Anzahl der benötigten Zurrmittel hängt von dem Gewicht der zu sichernden Ladung und dem Gleittreibbeiwert des Untergrunds ab. Deshalb kann gerade bei schwerer Ladung schnell die ausschließliche Verwendung von Zurrmitteln impraktikabel und teuer werden. Stattdessen bietet es sich an, zusätzlich Antirutschmatten unter dem Ladegut zu verlegen. Folgendermaßen könnte beispielsweise die Sicherung von einer 5 Tonnen schweren Ladung aussehen:

    Sicherung ausschließlich mit Zurrgurten:

    Die nach vorn zu sichernden Kräfte (80 % FG) errechnen sich wie folgt:
    Nutzlast des Fahrzeugs (5.000 kg) x 0,8 = 4.000 daN
    Kräfte, die durch den Gleittreibbeiwert von Siebdruckboden (0,2 µ) gehalten werden (20 % FG): 5.000 kg x 0,2 = 1.000 kg, 4.000 kg - 1.000 kg = 3.000 kg

    Die erforderliche Differenzkraft beträgt somit 3.000 daN und müsste in diesem Beispiel mit 10 Zurrgurten mit einer STF (Standard Tension Force) von je 300 daN gesichert werden.

    STF ist die durch SHF (Standard Hand Force) erzeugte Vorspannkraft, welche in den Zurrgurt eingeleitet und durch das Niederzurren erzeugt wird.

    Sicherung mit Zurrgurten und Antirutschmatten:

    Die nach vorn zu sichernden Kräfte (80 % FG) sind weiterhin 4.000 daN, hochwertige Antirutschmatten wie unsere MT Premium erhöhen den Gleitreibbeiwert auf 0,77 µ.

    5.000 kg x 0,77= 3.850 kg, 4.000 kg – 3.850 kg = 150 kg

    Die verbleibende Differenzkraft beträgt nur noch 150 daN, die sich mit einem Gurt sichern lassen. Wir empfehlen allerdings immer mindestens zwei Gurte zu verwenden, um ein Durchrutschen des Ladegutes bei einem plötzlichen Bremsmanöver sowie bei einem unwahrscheinlichen Ausfall eines Gurtes zu verhindern. Aus dem gleichen Grund sollte die Gurte in entgegengesetzter Richtung gespannt werden, also so, dass sich jeweils links und rechts der Ladung ein Festende befindet.

    Die Kosten für 8 zusätzliche Zurrgurte sind höher als die Anschaffung einer Antirutschmatte. Darüber hinaus gelingt die Ladungssicherung mit Antirutschmatten einfacher und sicherer.

    Für eine optimale Verteilung der Vorspannkraft auf beide Enden des Gurtes empfiehlt sich außerdem die Verwendung von Kantenschutzwinkeln. Darüber verhindern Kantenschoner aus Kunststoff oder Thermoplastik eine Beschädigung empfindliche Ladung wie zum Beispiel Papier und schützen Zurrgurte bei der Sicherung von scharfkantiger Ladung.

     

  • Innerbetriebliche Ladungssicherung

    In produzierenden Betrieben werden verschiedenste Materialien, Fertig- und Rohprodukte sehr oft innerbetrieblich bewegt, bevor sie zum Kunden geliefert werden.

    Dabei sollte die Ware gut gesichert sein, um eine Beschädigung oder auch einen Unfall zu vermeiden. Innerbetrieblich besteht dabei die Herausforderung, dass die Ladungssicherung möglichst schnell und unkompliziert zu handhaben ist, da sie oft nur eine kurze Strecke bis zur Weiterverarbeitung unterwegs ist.

    Falls man Kartonagen oder Kisten in einem geschlossenen Anhänger befördert, sollte man in jedem Fall die Ware formschlüssig laden. Zusätzlich ist es sinnvoll, als Zwischenlage rutschhemmendes Material wie Antirutschmatten aus Gummigranulat, Antirutschpapier, Antirutschkartonagen zu verwenden.

    Um noch mehr Stabilität in die Ladeeinheit zu bekommen, kann man mit Zurrgurten die obere Schicht sichern. Diese leicht und schnell anzulegenden Gurte kann man auch dazu verwenden, viele Packstücke zu bündeln und zu transportieren.

    Wenn Kleinteile in Euroboxen befördert werden sollen, verwendet man spezielle Anti-Rutsch-Einlagen, um ein Herumfliegen und ein Zu-Bruch-Gehen der Ware zu vermeiden.

    Mit einem Plattformwagen können z. B. schnell größere Mengen Paletten von A nach B bewegt werden. Diese Paletten sollten natürlich auch mit Spanngurten gesichert werden. Wenn man zusätzlich Antirutschmatten auf der Plattform verlegt, kann die Anzahl der nötigen Spanngurte wesentlich verringert werden.

  • Sicher in den Skiurlaub – Ladungssicherung in der Dachbox

    Das richtige Beladen bzw. Sichern von Gegenständen in der Gepäckbox ist für eine sichere Fahrt in den Skiurlaub ein wichtiges Thema. Viele Urlauber nehmen enorme Anreisen auf sich, um ein paar schöne und sonnige Skitage in den Bergen genießen zu können.

    Wir haben für die optimale Beladung der Dachbox einige Punkte zusammengefasst, die wichtig und leicht zu beachten sind.

    Die Montage der Dachbox
    Alleine die Montage der Dachbox auf dem Fahrzeugdach erfordert ein gewisses Geschick. Sind Arretierungen richtig geschlossen und sitzt alles fest und mittig auf der Dachreling? Heben Sie die Dachbox immer mit zwei Personen auf das Fahrzeug. So vermeiden Sie Beschädigungen und können Korrekturen leicht und einfach vornehmen.

    Ski immer als erstes Egal ob Snowboard, Abfahrtski oder Langlauf; diese langen und sperrigen Gegenstände gehören in der Gepäckbox nach unten und als erstes verladen. Verteilen Sie Gewichte so, dass alles gleichmäßig verteilt liegt. Einseitige Lastverteilung nach rechts oder links kann bei Brems- oder Ausweichmanövern das Fahrverhalten Ihres Pkw drastisch beeinflussen. Dazu noch vereiste und glatte Straßen sorgen gerade im Skiurlaub für ein erhöhtes Unfallrisiko.

    Aber auch Kinder wollen auf Ihren Spaß im Urlaub nicht verzichten. Also sind Schlitten und Bob bei jeder Familie mit im Gepäck. Diese sperrigen und unhandlichen Gegenstände gehören in den hinteren Bereich der Dachbox. Viele Dachbox-Modelle sind in diesem Bereich erhöht und bieten somit genug Stauraum für Schlitten und Co. Zurrgurte nicht vergessen.

    Warum sollte man die Ladungssicherung in der Gepäckbox anders vornehmen als im Kofferraum oder einer Lkw-Ladefläche? Auch hier gilt, dass alles was sich bewegen oder verrutschen kann, mit Zurrgurten gesichert werden muss. Hierfür reichen Klemmschlossgurte, welche in der Umreifung leicht und einfach zu handhaben sind. Achten Sie drauf, diese schon vorab in der Gepäckbox auszulegen, dann ist das Verzurren der Ladung später leichter und man spart sich viel Zeit und Mühen.

    Sitzt alles fest, können Gegenstände, die lose sind und sonst keinen Platz mehr im Kofferraum finden, mit in die Dachbox. Stichwort hier ist das „Ausfüllen von Ladelücken“ bzw. „Stopfen von Hohlräumen“. Hier dienen Decken, Skischuhe, Jacken und Hosen perfekt als „Lückenfüller“. Die Ladung kann sich nicht mehr bewegen und somit auch nicht rutschen.
    Achtung: Jede Gepäckbox hat ein Maximalgewicht, welches auf gar keinen Fall überschritten werden darf. Alle Informationen darüber stehen in der Betriebserlaubnis bzw. Betriebsanleitung der Dachbox. Auch das zulässige Gesamtgewicht Ihres Pkw ist hierfür entscheidend und darf keinesfalls überschritten werden. Dachlasten sind zu berücksichtigen und in das Gesamtgewicht inkl. Beladung mit einzuberechnen. Der Fahrzeugschein bzw. das Benutzerhandbuch des Autos kann hierrüber genaue Informationen liefern.

    Wer das Spiel Tetris noch aus seiner Jugendzeit kennt, weiß was stapeln und rücken bedeutet. Nichts anderes geschieht bei der Beladung der Gepäckbox. Daher nehmen sie sich Zeit und packen Sie mit Ruhe und Verstand. Denn nur wer mit Voraussicht und Fachwissen packt, kann Gefahren vermeiden und kommt sicher ans Ziel.
    Verschließen Sie alle Verrieglungen in Form von Schlössern, ziehen Sie die Schlüssel ab und vergessen Sie diese nicht zu Hause. Das schlimmste wird sein, wenn Sie am Urlaubsort vor einer verschlossenen Dachbox stehen und der Schlüssel noch auf dem Küchentisch liegt. Kommen Sie gut an.

  • Warum eine Antirutschmatte kein Kantenschutz ist

    Antirutschmatten sind grundsätzlich dafür bestimmt, flach im Winkel von 180° unter dem Ladegut verlegt zu werden, um ein Verrutschen der Ladung bei Brems- oder Ausweichmanövern zu verhindern. Die Belastung der Matte bei korrekter Anwendung findet somit gleichmäßig  von oben statt.

    Kantenschützer werden bei der Ladungssicherung auf Kanten mit verschiedenen Winkeln platziert, um entweder das Gurtband eines Zurrgurts vor scharfkantiger Ladung zu schützen oder um empfindliche Güter vor den hohen Vorspannkräften eines Zurrgurts zu schützen. Oft handelt es sich um 90°-Winkel . Palettierte Verpackungen etwa aus Karton drohen beim Transport, Hebevorgang und Verladevorgang beschädigt zu werden, wenn scharfe Kanten nicht mit Kantenschutz (Kantenschutzwinkel, Kantenschutzleisten, Kantenschutzprofilen) geschützt werden. Der Einsatz von Kantenschutz bei der Ladungssicherung ist daher bei gewissen Ladungssituationen in Verordnungen und Normen vorgeschrieben.

    Bei der Verwendung von Antirutschmatten als Kantenschützer werden diese Kräften ausgesetzt, für die sie nicht vorgesehen sind. Das Resultat ist, dass selbst dicke Matten mit Stärken von mehr als 8 mm erst bröseln und später auseinanderbrechen. Das ist weder nachhaltig, noch auf Dauer kostengünstig. Zudem verhindert die rutschhemmende Wirkung von Antirutschmatten, dass sich die Vorspannkraft des Gurtes gleichmäßig verteilen kann, wodurch die Ladung nicht mehr optimal gesichert ist. Die zuvor genannten Verordnungen und Normen zählen außerdem Antirutschmatten nicht als zugelassenen Kantenschutz auf, was bei Nichtbeachtung zu Bußgeldern nach Kontrollen führen kann. Investieren Sie lieber in einen wiederverwendbaren und widerstandsfähigen Kantenschutz aus Kunststoff oder Thermoplastik,  um Ihr Ladegut dauerhaft und rechtmäßig zu sichern.

  • Arbeitsschutz in der Ladungssicherung

    Um Anfahrunfälle mit Gabelstaplern oder mit anderen Flurförderzeugen zu vermeiden, müssen alle Mitarbeiter, auch LKW-Fahrer, persönliche Schutzausrüstungen wie zum Beispiel Warnwesten tragen. Zusätzlich ist es wichtig, bei Verladearbeiten und bei der Ladungssicherung mit Spanngurten und Antirutschmatten, immer Handschuhe und Sicherheitsschuhe zu tragen.

    Betriebsanweisungen zum Thema Arbeitsschutz sollten in den entsprechenden Abteilungen aushängen. Sie regeln, wo genau die persönliche Schutzausrüstung getragen werden muss. Zudem enthalten sie Informationen, wie sie sich bei Unfällen oder Störungen zu verhalten haben. Die Mitarbeiter müssen regelmäßig in Sachen Arbeitsschutz unterwiesen werden; die Teilnahme an diesen Unterweisungen ist mit Unterschrift zu bestätigen und sollte anschließend in die Personalakte einfließen.

    Darüber hinaus müssen Mitarbeiter, die für die Ladungssicherung verantwortlich sind, alle drei Jahre während einer Schulungsmaßnahme weiterqualifiziert werden. Hierbei werden physikalische Grundlagen und praktische Inhalte vermittelt.

    Um eine sichere Be- und Entladung zu gewährleisten, ist es wichtig, dass Fluchtwege, Notausgänge und Verkehrswege jederzeit frei zugänglich sind. Diese dürfen nicht mit LKWs, Kleintransportern, Gabelstaplern, Paletten oder mit sonstigen Gegenständen zugestellt sein. Alle Flächen, auf denen Flurförderzeuge im Einsatz sind, müssen mit min. 100 Lux Beleuchtungsstärke komplett ausgeleuchtet sein, damit auch bei Dunkelheit ein sicheres Arbeiten sichergestellt werden kann. Laderampen müssen über eine Treppe leicht begehbar und an Stellen, die nicht zur Be- und Entladung gedacht sind, mit einem Geländer abgesichert sein. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass Verkehrswege, Arbeitsflächen und Ladeflächen sauber und ordentlich sind und keine Löcher, Risse, Kanten oder Stolperstellen aufweisen. Jegliche Fahrzeuge sind nach dem Abstellen gegen Wegrollen, mit einem Radkeil, zu sichern. Es muss auf Schildern geregelt sein, an welcher Stelle sich Fahrer und Spediteure melden müssen, wenn sie Ware liefern oder abholen sollen. Das Springen von LKW-Ladeflächen ist verboten. Leiter und Tritte sind zu verwenden.

    Für Fahrer von Fremdfirmen müssen die Sicherheitsvorschriften zur genauen Schutzausrüstung und zum Verhalten auf dem Gelände auf Schildern deutlich sein. Da auch oftmals ausländische Fahrer in den Speditionen beschäftigt werden, ist es sinnvoll die Aushänge in verschiedenen Sprachen anzufertigen und mit selbsterklärenden Piktogrammen und Bildern zu arbeiten.

  • Rechtliche Vorschriften Ladungssicherung

    Der Gesetzgeber fordert von allen, am Transport im Straßenverkehr Beteiligten, eine ausreichende Ladungssicherung. Nach § 22 Abs. 1 StVO bedeutet das, dass „die Ladung […] so zu verstauen“ ist, „dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen“ kann.

    Unter den Begriff „Ladung“ fallen Güter, Waren, Handels- oder sonstige Artikel die befördert werden sollen. Personen und Ausrüstungsgegenstände wie zum Beispiel Werkzeug zählen zwar nicht zur Ladung, sind aber dennoch zu sichern.


    Nach §23 StVO muss der Fahrzeugführer dafür sorgen, dass das sowohl das Fahrzeug als auch die Ladung die
    Verkehrssicherheit nicht gefährden. Zudem ist der Fahrzeugführer für die vorschriftsmäßige Sicherung seiner Ladung verantwortlich und kann für vermeidbare Mängel bei der Ladungssicherung zur Rechenschaft gezogen werden.

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